BStK Online

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

BStK.-Nr. 249

Bibliothek St. Gallen, Stiftsbibliothek
Signatur

878

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 216

Digitalisat
  • 249 St. Gallen, Stiftsbibliothek 878 (→ Codex)
Beschreibung

Codex aus mehreren Teilen; Pergament; 196 Blätter sowie 2 zusätzliche Papierblätter vorne; erstes Blatt ungezählt; p. 3/4 fehlt; 21,0/21,5 x 13,5 cm; p. 322/323 war ursprünglich das erste Textblatt des Codex St. Gallen 268 (BStK.-Nr. 213); Zählung von 5 bis 397 von jüngerer Hand jeweils in der äußeren oberen Ecke der Seite; Zahl 16 zweimal verwendet; Zahl 383 in der Zählung übersprungen; p. 397 auf den hinteren Deckel aufgeklebt; graublauer Pappeinband; Rücken und Ecken mit braunem Leder überzogen. - Einrichtung: Schriftspiegel 16,0 x 10,0 cm; einspaltig; 31-33 Zeilen; Überschriften in Capitalis rustica in roter Farbe; Initialen in roter Farbe; p. 277 Zeichnung eines Labyrinths. - Schrift: karolingische Minuskel hauptsächlich von der Hand Walahfrid Strabos aus der 1. Hälfte des 9. Jahrhunderts.

Geschichte

Einzelne Teile des Codex der Schrift nach in der 1. Hälfte des 9. Jahrhunderts im Bodenseegebiet, wahrscheinlich auf der Reichenau entstanden; Kalendar auf p. 324-327 827-829 in Fulda entstanden; die Handschrift ist als Vademecum Walahfrid Strabos (809-849) ausgewiesen; ein Eintrag im Katalog der Dombibliothek von Chur von 1457 könnte auf den Codex weisen; später gehörte die Handschrift Aegidius Tschudi und ging schließlich aus seinem Besitz in den Bestand der Benediktinerabtei St. Gallen über.

Inhalte
  • Zusätzliches Blatt vorne Inhaltsvermerk
  • p. 1-2: leer
  • p. 5-170: grammatische Schriften
  • p. 70-71: Gedichte
  • p. 170-176: grammatische Schrift; Isidor von Sevilla, Etymologiae (VI, 2)
  • p. 176-177: De XII signis
  • p. 178-240: Hrabanus Maurus, De computo (vorne unvollständig)
  • p. 240-241: Wochentage; De XII signis
  • p. 242-262: Beda Venerabilis, De natura rerum
  • p. 262-276: Beda Venerabilis, De temporibus
  • p. 276: Federproben (unter dem Textende von De temporibus)
  • p. 277: Zeichnung eines Labyrinths (von Walahfrid Strabo)
  • p. 277-331: Schriften
  • p. 331-334: Rezepte
  • p. 335: Sittensprüche
  • p. 335-394: Schriften
  • p. 351: leer
Links
Abbildungen

Abbildung von p. 333 in BStK., Bd. VI, 2005, S. 2717

Abbildung von p. 277 in Vater für die Armen, 2019, S. 42

Literatur zur Handschrift: Stand des Katalogs 2005
Literatur zur Handschrift: Ergänzungen seit 2005
Zitierempfehlung (HTML/XML)

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/249 [Stand 22.10.2020].

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Letzte Änderung: Michaela Pölzl, 08.04.2019