BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 503

Bibliothek München, Bayerische Staatsbibliothek
Signatur

Clm 6225

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 339

Digitalisat
  • 503 München, Bayerische Staatsbibliothek Clm 6225 (→ Codex)
Beschreibung

Codex; Pergament; 115 Blätter; Blätter 76-91 und 93-115 Palimpsestblätter; 25,0/25,5 x 17,0/17,5 cm; Holzdeckel; Einbandrücken beschädigt. - Einrichtung: Schriftspiegel 18,0/19,0 x 12,5/13,0 cm; einspaltig; 23-24 Zeilen; Textanfangszeilen teils in schwarzer Unziale; f. 1r-66v Überschriften in Monumentalkapitalis in schwarzer oder roter Farbe oder in Unziale in roter Farbe; f. 67r-115v Überschriften in Unziale oder Zierkapitalis in roter Farbe oder in Rustica in schwarzer Farbe; geringfügig verzierte Initialen auf f. 1r, 67r, 101r in roter und hellblauer Farbe. - Schrift: karolingische Minuskel von mehreren, zum Teil ungeübten Händen aus der Zeit Bischof Hittos (811-835); f. 76-91, 93-115 Palimpsestblätter in Unzialschrift des ausgehenden 5. Jahrhunderts, vielleicht in Frankreich oder Italien geschrieben; als Vorlage diente die Handschrift Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Dom Hs. 43 (BStK.-Nr. 355a), die sich wohl für kurze Zeit in Freising befand.

Geschichte

Codex der Schrift nach im 9. Jahrhundert in Freising unter Bischof Hitto (811-835) entstanden; ein Besitzvermerk des 12. Jahrhunderts auf f. 1r und das Freisinger Exlibris im Vorderdeckel von 1696 weisen ebenfalls auf Freising; f. 67r-115v etwas später angefügt; im Zuge der Säkularisation gelangte der Codex 1803 in die heutige Bayerische Staatsbibliothek in München.

Inhalte
Links
Literatur zur Handschrift
  • Bayerns Kirche im Mittelalter, S. 7, Nr. 1
  • K. Bierbrauer, Die vorkarolingischen und karolingischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek, Textband, S. 28
  • B. Bischoff, Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts, II, S. 232, Nr. 2994
  • B. Bischoff, Die südostdeutschen Schreibschulen und Bibliotheken in der Karolingerzeit, I, ; II, S. 94f., 135; S. 200
  • F. Brunhölzl, Die Freisinger Dombibliothek, S. 13-15, 19, 161f.
  • Catalogus Codicum Latinorum Bibliothecae Regiae Monacensis, I, 3, S. 75, Nr. 604
  • CLA. IX, S. 7, Nr. 1250
  • A. Dold, Biblica 37 (1956), S. 39-58
  • B. Fischer, Lateinische Bibelhandschriften im frühen Mittelalter, S. 54
  • B. Fischer, in: Karl der Große, II, S. 195, 208, 215
  • W. Haubrichs, Georgslied und Georgslegende, S. 333f.
  • Katalog der lateinischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Die Pergamenthandschriften aus dem Domkapitel Freising, I. Clm 6201-6316, S. 33-36
  • E. Kessler, Die Auszeichnungsschriften in den Freisinger Codices, S. 106, 123f., 272-275
  • E.A. Lowe, Palaeographical Papers, I, S. 254f., 266f.
  • E.A. Lowe, Palaeographical Papers, II, S. 503
  • H. Mordek, Kirchenrecht und Reform im Frankenreich, S. 147
  • M. Reuter - A. Weiner, in: Freising, S. 238
  • H. Schneider, Die altlateinischen biblischen Cantica, S. 41
  • F. Stegmüller, Repertorium biblicum medii aevi, I, Nr. 337
  • StSG. IV, S. 524, Nr. 339.
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/503 [Stand 24.09.2017].

Letzte Änderung: Christina Beer, 05.07.2016