BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 15

Bibliothek Augsburg, Archiv des Bistums Augsburg
Signatur

Hs 10

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

nicht bei StSG. - BV. (1973)

Beschreibung

Codex; Pergament; 159 Blätter; Blätter zum Teil beschnitten, zum Teil beschädigt; Blatt 1 Ergänzung des 15. Jahrhunderts; 24,5/25,0 x 17,0/17,5 cm; Zählung von 1 bis 159 von jüngerer Hand jeweils in der rechten oberen Ecke der Rectoseite; auf f. 116 folgt 116A, auf 133 133A; ab f. 154 Korrektur der Zählung; zwischen f. 154 und 155 (neue Zählung) Verlust eines Blattes; Einband des 15. Jahrhunderts; mit weißem, blindgepreßtem Leder überzogene Holzdeckel; eine Schließe; je 5 Buckeln auf Vorder- und Rückendeckel. - Einrichtung: Schriftspiegel 20,5/21,5 x 13,7/14,0 cm; einspaltig; 24 Zeilen; Überschriften in Minuskel in roter Farbe; die Namen der Dialogpartner durchgehend in rot und grün ausgefüllten Majuskeln; mehrere reich verzierte Initialen in roter, grüner und gelber Farbe; marginal mehrere kleinere Zeichnungen. - Schrift: karolingische Minuskel von mehreren Händen aus dem 1. Drittel des 9. Jahrhunderts.

Geschichte

Codex der Schrift und dem Buchschmuck nach im 1. Drittel des 9. Jahrhunderts in Südbayern entstanden; Besitzvermerke des 15. Jahrhunderts auf f. 1r und dem hinteren Einbandspiegel weisen auf die Benediktinerabtei St. Mang in Füssen; im Zuge der Säkularisation brachte Abt Ä. Hafner die Handschrift 1803 in seinen Heimatort Reutte in Tirol; später wurde sie P. Braun übergeben, dem ehemaligen Mönch und Bibliothekar des Benediktinerklosters St. Ulrich und Afra in Augsburg; 1831 erscheint sie im Katalog der Augsburger Ordinariatsbibliothek unter der Signatur A 3.

Inhalte
Links
Abbildungen

Abbildung von f. 79r in BStK., Bd. VI, 2005, S. 2425

Literatur zur Handschrift: Stand des Katalogs 2005
  • W. Berschin, Griechisch-lateinisches Mittelalter, S. 122
  • B. Bischoff, HJB. 56 (1936), S. 150
  • B. Bischoff, Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts, I, S. 32, Nr. 123
  • B. Bischoff, Die südostdeutschen Schreibschulen und Bibliotheken in der Karolingerzeit, I, S. 50
  • E. Glaser, Frühe Griffelglossierung aus Freising, S. 55
  • B. Kraft, Die Handschriften der Bischöfl. Ordinariatsbibliothek in Augsburg, S. 21f.
  • B. Kraft, SchMu. 1/2 (1929), S. 135f.
  • H. Mayer, Althochdeutsche Glossen: Nachträge, S. 7
  • MBK., Ergänzungsband I, 3, S. 7
  • A. Pontani, SC. 20 (1996), S. 216
  • W. Schulte, Die althochdeutsche Glossierung der Dialoge Gregors des Großen, S. 54-57.
Literatur zur Handschrift: Ergänzungen seit 2005
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/15 [Stand 23.09.2017].

Letzte Änderung: Christina Beer, 20.03.2017