BStK Online

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

BStK.-Nr. 927

Glossierte Inhalte
  • 927, f. 23v-30v: lateinisch-deutsches Glossar
  • Zahl und Art der Glossen

    Sachglossar in sachlicher Anordnung (dazu O. Pausch, S. 400): Etwa 640 Glossen (f. 23v-30v) in dem lateinisch-deutschen Glossar; Glossar in sachlichen Abschnitten fortlaufend geschrieben; Lemmaanfänge in Majuskel, häufig rubriziert; gelegentlich lateinisch-lateinische Artikel; manche deutschen Interpretamente übergeschrieben.

    Neufunde: In SchG. wird an 1 Stelle auf einen marginal eingetragenen, als unsicher gekennzeichneten Neufund (f. 55r) in dem Sachglossar hingewiesen.

    Zeit

    Glossen mit dem Glossar im späten 12. Jahrhundert nach I. Reiffenstein wohl von einem aus Siegburg stammenden Möch nach einer bairischen Vorlage eingetragen.

    Ort

    Benediktinerabtei Mondsee.

    Sprachgeographische Einordnung

    "Kombination von bairischen und rheinisch-westmitteldeutsch-mittelfränkischen (und alemannischen?) Merkmalen" nach I. Reiffenstein; bair. mit md. Spuren (nach O. Pausch, S. 403); bair. (nach H. Reutercrona, S. 20; F. Simmler, S. 32); obd. (nach G. Müller - Th. Frings, S. 87); 2 Glossen slawisch, dazu O. Pausch, S. 401.

    Edition

    StSG. III, S. 351-361 (Nr. DCCCCXXXIX); Edition des in SchG. gemeldeten Neufunds steht noch aus.

    Literatur zu den Glossen: Stand des Katalogs 2005
    • StSG. IV, S. 638-640, Nr. 601
    • R. Bergmann, in: Entstehung des Deutschen, S. 28
    • R. Bergmann, in: Wort und Begriff „Bauer“, S. 98 und passim
    • J. Brandsch, Bezeichnungen für Bauern und Hofgesinde im Althochdeutschen, S. 12, 44, 48, 53-55
    • M. Gebhardt, BEDSp. 5 (1985), S. 10, 20
    • H. Götz, in: R. Große - S. Blum - H. Götz, Beiträge zur Bedeutungserschließung im althochdeutschen Wortschatz, S. 125, 168, 172f., 180f.
    • N.O. Heinertz, Etymologische Studien zum Althochdeutschen, S. 55
    • R. Hochholzer, Himmel und Hölle, S. 170
    • D. Hüpper-Dröge, Schild und Speer, S. 206, 211, 293, 334, 344, 350f., 430
    • Th. Klein, in: Studien zum Altgermanischen, S. 397
    • B. Kochskämper, `Frau' und `Mann' im Althochdeutschen, S. 238, 349, 447
    • A. Masser, Die Bezeichnungen für das christliche Gotteshaus, S. 30
    • B. Meineke, Althochdeutsche -scaf(t)-Bildungen, S. 47
    • B. Meineke, CHIND und BARN im Hildebrandslied, S. 83
    • E. Meineke, Bernstein im Althochdeutschen, S. 65, 69
    • A. Mikeleitis- Winter, Der Bereich Nahrungszubereitung im althochdeutschen Wortschatz, S. 342 und passim
    • G. Müller - Th. Frings, Germania Romana, II, S. 87
    • O. Pausch, MIÖG. 80 (1972), S. 400-404, 407f.
    • H. Reutercrona, Svarabhakti und Erleichterungsvokal, S. 20
    • J. Riecke, Die Frühgeschichte der mittelalterlichen medizinischen Fachsprache im Deutschen, II, S. 648
    • R. Schützeichel, in: Festschrift Josef Quint, S. 214
    • P. Sievers, Die Accente in althochdeutschen und altsächsischen Handschriften, S. 98f.
    • F. Simmler, Die westgermanische Konsonantengemination, S. 32
    • St. Stricker, Basel ÖBU. B IX 31, S. 622f., 664, 678, 689, 702f.
    • H. Suolahti, Die deutschen Vogelnamen, S. 524
    • L. Voetz, in: Das Handwerk in vor- und frühgeschichtlicher Zeit, II, S. 652, 664
    • L. Voetz, Komposita auf -man, S. 71 und passim
    • L. Voetz, in: Untersuchungen zu Handel und Verkehr der vor- und frühgeschichtlichen Zeit in Mittel- und Nordeuropa, V, S. 247, 251-253.
    Literatur zu den Glossen: Ergänzungen seit 2005
    Zitierempfehlung (HTML/XML)

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    Letzte Änderung: Michaela Pölzl, 19.09.2016