BStK Online

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

BStK.-Nr. 642

Glossierte Inhalte
  • 642, f. 5r-249v: Priscian, Institutio de arte grammatica (I-XVIII)
  • Zahl und Art der Glossen

    Textglossierung: Über 210 Glossen (f. 7r-184v) zu Priscian, Institutio de arte grammatica; Glossen zum Teil interlinear, zum Teil marginal eingetragen; davon 1 Glosse (f. 47v) in Punktegeheimschrift; Glossen von drei Haupthänden, von denen die erste von f. 7r-25r schreibt, die zweite von f. 25v-27v, die dritte von f. 27v-184v; die erste Hand kehrt im Clm 18522b (sieh BStK.-Nr. 646) wieder; der zweite Schreiber hat auf f. 13r und 15v Glossen aus dem Codex 114 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien (BStK.-Nr. 892) zu den bereits vorhandenen hinzugefügt und auf f. 12v und 15r die verblaßte Schrift der ersten Hand nachgezogen; textlich lassen sich die Glossen in drei Gruppen aufteilen; Glossen der ersten Gruppe von f. 3v-27v mit denjenigen des Vindobonensis 114 verwandt, jedoch nicht identisch; Glossen der zweiten Gruppe von f. 27v-117v aus dem Vindobonensis 114 abgeschrieben; Glossen der dritten Gruppe von f. 118r an von mehreren Händen aus unbekannter Quelle ergänzt.

    Neufunde: In SchG. wird an 10 Stellen auf Neufunde zu Priscian, Institutio de arte grammatica (I-XVIII) hingewiesen; davon 6 Neufunde [f. 5r, 6v (3), 44r, 61r] interlinear, 4 Neufunde (f. 18r, 20v, 25v, 43v) marginal eingetragen; 5 der Neufunde (f. 5r, 6v, 20v, 43v, 44r) als unsicher gekennzeichnet.

    Zeit

    Frühes 11. Jahrhundert.

    Ort

    Benediktinerabtei Tegernsee.

    Sprachgeographische Einordnung

    Bair. (nach Th. Frings, S. 180; H. Garke, S. 62; G. Müller - Th. Frings, S. 86; H. Reutercrona, S. 11; F. Simmler, S. 25); obd. (nach H. Reutercrona, S. 61).

    Edition

    StSG. II, S. 367-373 (Nr. DCCLXIV); Edition der in SchG. gemeldeten Neufunde steht noch aus.

    Literatur zu den Glossen: Stand des Katalogs 2005
    • StSG. IV, S. 563f., Nr. 431
    • G. Baur, Der Wortschatz der Landwirtschaft im Bereich der ahd. Glossen, S. 295
    • R. Bergmann, in: Namenwelten, S. 9
    • B. Bischoff, Die südostdeutschen Schreibschulen und Bibliotheken in der Karolingerzeit, I, S. 161
    • E. Björkman, ZDW. 3 (1902), S. 176
    • E. Björkman, ZDW. 6 (1904-1905), S. 176
    • H. Butzmann, PBB. 86 (Halle 1964), S. 389, 391-198
    • Ch.E. Eder, StMOSB. 83 (1972), S. 82f., Nr. 33
    • Th. Frings, PBB. 91 (Halle 1969), S. 180
    • H. Garke, Prothese und Aphaerese des h, S. 62
    • H. Götz, in: R. Große - S. Blum - H. Götz, Beiträge zur Bedeutungserschließung im althochdeutschen Wortschatz, S. 121, 139, 164
    • B. Kochskämper, `Frau' und `Mann' im Althochdeutschen, S. 238
    • E. Meineke, Bernstein im Althochdeutschen, S. 36
    • A. Mikeleitis-Winter, Der Bereich Nahrungszubereitung im althochdeutschen Wortschatz, S. 340 und passim
    • G. Müller - Th. Frings, Germania Romana, II, S. 86
    • H. Palander, Die althochdeutschen Tiernamen, I, S. 168
    • I. Reiffenstein, in: Grammatica ianua artium, S. 72, 74f., 77
    • W. Relleke, Ein Instrument spielen, S. 44
    • H. Reutercrona, Svarabhakti und Erleichterungsvokal, S. 11, 61
    • J. Riecke, Die Frühgeschichte der mittelalterlichen medizinischen Fachsprache im Deutschen, II, S. 644
    • F.X. Scheuerer, Zum philologischen Werk J.A. Schmellers, S. 168
    • P. Sievers, Die Accente in althochdeutschen und altsächsischen Handschriften, S. 45
    • F. Simmler, Die westgermanische Konsonantengemination, S. 25
    • St. Stricker, in: Entstehung des Deutschen, S. 473, 475, 477
    • H. Suolahti, Die deutschen Vogelnamen, S. 522
    • L. Voetz, Komposita auf -man, S. 79, 294, 339.
    • Hans-Erich Teitge, Froumund von Tegernsee und die ahd. Priscianglossen, Dissertation, Halle (Saale) 1949 [wiederabgedruckt in: H.-E. Teitge, Berliner Manuskripte und Viadrina-Drucke. Kleine Schriften, 2004, S. 13-87]
    Literatur zu den Glossen: Ergänzungen seit 2005
    Zitierempfehlung (HTML/XML)

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    Letzte Änderung: Michaela Pölzl, 16.08.2016