BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 646

Bibliothek München, Bayerische Staatsbibliothek
Signatur

Clm 18522b

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 433

Beschreibung

Codex; Pergament; 240 Blätter sowie jeweils 1 ungezähltes Blatt vorne und hinten; 24,2 x 18,7 cm; mit hellem Leder überzogene Holzdeckel; Einband durch blindgepreßte Tiere, Blüten, Rauten und Herzen verziert; ehemals 5 Buckeln und 2 Schließen; vorgängige Signaturen S.9.2.0 und Teg. 522b auf Papierschildern auf dem vorderen Einbanddeckel; zudem auf dem Buchrücken der Eintrag Teg. 522.2 sowie auf einem Papierschild die Zahl 23. - Einrichtung: Schriftspiegel 19,5 x 14,2 cm; einspaltig; 25-26 Zeilen; einzelne Initialen leicht verziert, zum Teil in roter Farbe; Majuskeln häufig rubriziert; erste Zeile der ersten Überschrift in roter Capitalis; sonstige Überschriften in roter Rustica. - Schrift: karolingische Minuskel von mehreren Tegernseer Händen aus der Zeit um das Jahr 1000.

Geschichte

Codex wohl um das Jahr 1000 auf Veranlassung des Tegernseer Abtes Gozpert (982-1001) entstanden; darauf weisen ein radierter Eintrag auf dem ungezählten Blatt vorne vom Ende des 10. Jahrhunderts sowie ein Vermerk des Tegernseer Bibliothekars Ambrosius Schwerzenbeck aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts auf dem vorderen Einbandspiegel; Codex wahrscheinlich eine Abschrift des St. Emmeramer Clm 14117 (BStK.-Nr. 566); im Zuge der Säkularisation gelangte die Handschrift 1803 in die heutige Bayerische Staatsbibliothek in München.

Inhalte
Links
Literatur zur Handschrift: Stand des Katalogs 2005
  • F. Brunhölzl, Die Freisinger Dombibliothek, S. 196
  • Catalogus Codicum Latinorum Bibliothecae Regiae Monacensis, II, 3, S. 170, Nr. 1439
  • Ch.E. Eder, StMOSB. 83 (1972), S. 28f., Nr. 1 und passim
  • E. Glaser - A. Nievergelt, in: Entstehung des Deutschen, S. 121
  • StSG. IV, S. 564, Nr. 433.
Literatur zur Handschrift: Ergänzungen seit 2005
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/646 [Stand 26.09.2017].

Letzte Änderung: Christina Beer, 20.03.2017