BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 958

Bibliothek Wiesbaden, Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain (früher: Hessische Landesbibliothek)
Signatur

2

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 628

Digitalisat
  • 958 Wiesbaden, Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain (früher: Hessische Landesbibliothek) 2 (→ Codex)
Beschreibung

Codex; Pergament; 481 Blätter sowie je 2 zusätzliche ungezählte Blätter vorne und hinten; 46,0 x 29,0 cm; Einband des 15./16. Jahrhunderts; mit Leder überzogene Holzdeckel; an den Ecken Messingbeschläge, in der Mitte mit Buckeln; ehemals 2 Schließen; 1 Kette. - Einrichtung: Schriftspiegel 35,0 x 21,0 cm; zweispaltig; 46 Zeilen; Überschriften in roter Farbe; Initialen in roter Farbe, gelegentlich vergrößert. - Schrift: von mehreren Händen aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts; historische Notizen aus dem 15. und 17. Jahrhundert.

Geschichte

Codex der Schrift nach in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts, wohl in seinen wesentlichen Teilen noch zu Lebzeiten Hildegards von Bingen († 1179), im Benediktinerinnenkloster Rupertsberg bei Bingen entstanden (deswegen in der Forschung auch bezeichnet als 'Riesencodex' der Hildegard von Bingen); auf Rupertsberg weisen auch ein Besitzvermerk auf f. 1r sowie Notizen auf f. 308v und 464v; nach der Zerstörung des Klosters 1632 durch die Schweden kam die Handschrift in das Tochterkloster Eibingen; im Zuge der Säkularisation gelangte sie nach Aufhebung des Klosters 1802 in die zentrale Regierungsbibliothek zu Wiesbaden, die spätere Nassauische Landesbibliothek; 1942 wurde der Codex nach Dresden ausgelagert; seit 1948 befindet er sich in der Wiesbadener Landesbibliothek.

Inhalte
Links
Abbildungen

Abbildung von f. 464r in BStK., Bd. VI, 2005, S. 2945

Literatur zur Handschrift: Stand des Katalogs 2005
  • L. van Acker, Hildegardis Bingensis Epistolarium, I, S. XXVIIf. und passim
  • L. van Acker, RB. 98 (1988), S. 141-168
  • A. Derolez, Gviberti Gemblacensis Epistolae, I, ; II, S. XXXf.; S. 380-383
  • A. Derolez, in: Hildegard von Bingen in ihrem historischen Umfeld, S. 468-470, 478-480, 482f., 488
  • P. Dronke, in: Hildegard von Bingen in ihrem historischen Umfeld, S. 301, 303, 306, 310, 312-315
  • S. El Kholi, Lektüre in Frauenkonventen, S. 102 und passim
  • M. Embach, Die Schriften Hildegards von Bingen, S. 36-65 und passim
  • M. Embach, in: 2VL. XI, Sp. 660
  • S. Flanagan, in: German Writers and Work of the Early Middle Ages, S. 59-62
  • D. Hüpper-Dröge, Schild und Speer, S. 433
  • H. Lehrbach, Katalog zur internationalen Ausstellung „Hl. Hildegard von Bingen 1179 - 1979“, S. 15f.
  • MBK., Ergänzungsband I, 3, S. 568
  • B. Schmeidler, in: Corona Quernea, S. 335-366
  • M. Schrader - A. Führkötter, Die Echtheit des Schrifttums der Heiligen Hildegard von Bingen, S. 154-158 und passim
  • H. Schwitzgebel, BCZG. 5 (1979), S. 142f.
  • L. Welker, Hildegard von Bingen. Lieder, S. 3f.
  • G. Zedler, Die Handschriften der Nassauischen Landesbibliothek zu Wiesbaden, S. 3-17
  • StSG. IV, S. 660f., Nr. 628.
Literatur zur Handschrift: Ergänzungen seit 2005
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/958 [Stand 23.09.2017].

Letzte Änderung: Michaela Pölzl, 24.05.2017