BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 895

Bibliothek Wien, Österreichische Nationalbibliothek
Signatur

Cod. 162

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 578

Digitalisat
  • 895 Wien, Österreichische Nationalbibliothek Cod. 162 (→ Codex)
Beschreibung

Codex aus 2 Teilen; Teil 1: f. I, 1-9; Teil 2: f. 10-49; Pergament; 50 Blätter; 25,0 x 17,5/18,0 cm; erstes Blatt (= f. I) ungezählt, ab dem zweiten Blatt Zählung von 1-49 jeweils in der rechten oberen Ecke der Rectoseite; weißer Pergamenteinband der Hofbibliothek von 1753; vorgängige Signaturen Hist. prof. 629 auf der Innenseite des Vorderdeckels, XII.G.34 auf dem sonst leeren Vorsatzblatt, DCXXIX und 828 auf f. Ir, MS. Ambras. 299 auf f. 1r. - Einrichtung Teil 2: Schriftspiegel 20,5 x 13,0 cm; zweispaltig; 20 Zeilen; rote Überschrift f. 10r, Anfang der einzelnen Buchstabenreihen mit vergrößerten, z.T. leicht verzierten Buchstaben. - Schrift Teil 2: karolingische Minuskel aus der Zeit zwischen 820 und 830.

Geschichte

Einzelne Teile des Codex der Schrift nach zu verschiedenen Zeiten entstanden: f. 1-9 im 4. Jahrzehnt des 9. Jahrhunderts in Fulda und f. 10-49 zwischen 820 und 830 zu der Zeit Bischofs Baturich (814-847) in der Benediktinerabtei St. Emmeram in Regensburg vielleicht durch einen Freisinger Schreiber; die beiden Teile wurden wohl schon im 10. Jahrhundert vereinigt; später befand sich die Handschrift im Besitz des Grafen Wilhelm von Zimmern im Schloss Antian-Zimmern, der sie 1575 dem Erzherzog Ferdinand von Tirol im Schloss Ambras in Innsbruck schenkte; darauf weist die Signatur auf f. 1r; von dort kam der Codex 1665 in die Wiener Hofbibliothek.

Inhalte
Links
Abbildungen

Abbildung von f. 33v bei J. Splett, Das 'Samanunga'-Glossar, 2009, S. 748

Literatur zur Handschrift: Stand des Katalogs 2005
  • G. Baesecke, Kleinere Schriften, S. 56
  • G. Baesecke, Kleinere Schriften, S. 129
  • B. Bischoff, Mittelalterliche Studien, III, S. 82, 98
  • B. Bischoff, Die südostdeutschen Schreibschulen und Bibliotheken in der Karolingerzeit, I, S. 201, 209f.
  • B. Bischoff, Die südostdeutschen Schreibschulen und Bibliotheken in der Karolingerzeit, II, S. 187, 239
  • Handschriften und Faksimileausgaben zur deutschen und lateinischen Literatur des Mittelalters, S. 5f. (Nr. 6)
  • M. Hellmann, Tironische Noten in der Karolingerzeit, S. 261
  • D. Hüpper, in: Sprache und Recht, I, S. 299
  • D. Hüpper-Dröge, Schild und Speer, S. 428f.
  • E. Krotz, Auf den Spuren des althochdeutschen Isidor, S. 269
  • O. Mazal, Byzanz und das Abendland, Nr. 360, S. 443
  • MBK., Ergänzungsband I, 3, S. 562
  • E. Meineke, Abstraktbildungen im Althochdeutschen, S. 245
  • H. Mordek, Kirchenrecht und Reform im Frankenreich, S. 147f.
  • M.D. Reeve, in: Texts and Transmission, S. 256
  • J. Splett, Samanunga-Studien, S. 7, 18f.
  • J. Splett, in: Typen der Ethnogenese, S. 236
  • J. Splett, in: 2VL. VIII, Sp. 570-572
  • Tabulae Codicum Manu Scriptorum praeter Graecos et Orientales in Bibliotheca Palatina Vindobonensi asservatorum, I-II, S. 22
  • W. Wissmann, in: Fragen und Forschungen im Bereich und Umkreis der germanischen Philologie, S. 85, 96f., 109
  • H. Zotter, Bibliographie faksimilierter Handschriften, S. 237, Nr. 588
  • StSG. IV, S. 628-630, Nr. 578.
Literatur zur Handschrift: Ergänzungen seit 2005
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/895 [Stand 26.09.2017].

Letzte Änderung: Laura Potratzki, 16.03.2017