BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 654

Bibliothek München, Bayerische Staatsbibliothek
Signatur

Clm 18628

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 439

Beschreibung

Codex aus 4 Teilen; Teil 1: f. 1-15; Teil 2: f. 16-70; Teil 3: f. 71-110; Teil 4: f. 111-118; Pergament; 118 Blätter sowie 2 zusätzliche ungezählte Blätter vorne und 1 hinten; 22,1 x 17,5 cm; Zählung von 1 bis 118 von jüngerer Hand jeweils in der rechten oberen Ecke der Rectoseite; zudem ältere Zählung, bei der Blatt 68 übersprungen wurde; mit hellem, blindgepreßtem Leder überzogene Holzdeckel; 5 Buckeln; ehemals 1 Schließe; Codex 1968 restauriert; vorgängige Signatur 'X.46.30' auf einem Papierschild auf dem vorderen Einbanddeckel. - Einrichtung: Schriftspiegel Teil 1 14,7 x 10,0 cm; Teil 2 14,0 x 10,3 cm; Teil 3 14,5 x 10,0 cm; Teil 4 16,3 x 11,3 cm; einspaltig; 21-24 Zeilen; Teil 1 Überschriften in Rustica; f. 16r mehrfarbige Titelseite; f. 16v mehrfarbiges Autorenbild; Überschriften in Rustica, zum Teil auch in Majuskeln; die erste oder die beiden ersten Textzeilen mit Tinte in Rustica; Teil 2 an den Versanfängen reich verzierte Initialen in roter Farbe; Teil 3 und 4 zahlreiche einfache Initialen in roter oder brauner Farbe. - Schrift: Teil 1 und 3 jeweils von einer Hand aus dem 2. Viertel oder der Mitte des 11. Jahrhunderts, Teil 2 etwas früher entstanden; Teil 4 von einer Hand aus der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts.

Geschichte

Einzelne Teile des Codex der Schrift nach zu verschiedenen Zeiten entstanden: Teil 1 und 3 im 2. Viertel oder Mitte des 11. Jahrhunderts, Teil 2 etwas früher; die Teile 1, 2 und 3 wohl im südwestdeutschen Raum entstanden; Teil 4 vermutlich Ende des 11. Jahrhunderts in der Benediktinerabtei Tegernsee; ein Besitzvermerk des 15. Jahrhunderts auf der Versoseite des 2. Vorsatzblattes weist auf Tegernsee; im Zuge der Säkularisation gelangte die Handschrift 1803 in die heutige Bayerische Staatsbibliothek in München.

Inhalte
Links
Literatur zur Handschrift: Stand des Katalogs 2005
  • B. Bischoff, Mittelalterliche Studien, I, S. 83
  • B. Bischoff, Mittelalterliche Studien, III, S. 130, 136
  • B. Bischoff, Die südostdeutschen Schreibschulen und Bibliotheken in der Karolingerzeit, I, S. 49
  • F. Brunhölzl, Die Freisinger Dombibliothek, S. 361
  • H. Butzmann, PBB. 86 (Halle 1964), S. 389
  • Catalogus Codicum Latinorum Bibliothecae Regiae Monacensis, II, 3, S. 191f., Nr. 1563
  • A. Cordoliani, ALMA. 17 (1943), S. 67
  • N. Daniel, Handschriften des zehnten Jahrhunderts aus der Freisinger Dombibliothek, S. 157
  • M.C. Díaz y Díaz, Index Scriptorum Latinorum Medii Aevi Hispanorum, I, S. 59, Nr. 200, 202
  • Ch.E. Eder, StMOSB. 83 (1972), S. 129, Nr. 133, S. 143-145, Nr. 179 und passim
  • E. Glaser - C. Moulin-Fankhänel, in: Die Abtei Echternach 698-1998, S. 116
  • G. Glauche, Schullektüre im Mittelalter, S. 111
  • M. Hellmann, Tironische Noten in der Karolingerzeit, S. 240
  • H. Hoffmann, Buchkunst und Königtum, Textband, S. 433, 525
  • M.L.W. Laistner - H.H. King, A Hand-List of Bede Manuscripts, S. 147
  • K. Langosch - B.K. Vollmann, in: 2VL. X, Sp. 594
  • Die lateinischen Dichter des deutschen Mittelalters, V, S. 95-101, 611-628
  • R. Pörtner, Eine Sammlung lateinischer Gedichte, S. 423f., 439
  • R. Reiche, ZDA. 100 (1971), S. 15
  • Y.-F. Riou, RHT. 2 (1972), S. 19, 21, 23
  • C.P.E. Springer, The Manuscripts of Sedulius, S. 12, 15, 22, 71f.
  • D.A. Traill, Walahfrid Strabo's Visio Wettini, S. 19-23
  • B. Victor, in: La collaboration dans la production de l'écrit médiéval, S. 356
  • C. Wich-Reif, Studien zur Textglossarüberlieferung, S. 344
  • G. Zacher, Das Kloster Tegernsee, S. 85
  • M. Ziemer, Datierung und Lokalisierung nach den Schreibformen von k und z im Althochdeutschen, S. 4
  • StSG. IV, S. 566, Nr. 439.
Literatur zur Handschrift: Ergänzungen seit 2005
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/654 [Stand 26.09.2017].

Letzte Änderung: Christina Beer, 20.03.2017