BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 157

Bibliothek Frankfurt am Main, Stadt- und Universitätsbibliothek
Signatur

Ms. Barth. 64 (Ausst. 17) (früher 50)

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 141

Digitalisat
  • 157 Frankfurt am Main, Stadt- und Universitätsbibliothek Ms. Barth. 64 (Ausst. 17) (früher 50) (→ Codex)
Beschreibung

Codex; Pergament; 87 Blätter; aus dem Rückendeckel Notariatsurkunde aus Aschaffenburg gelöst; wird jetzt unter der Nummer Fragm. lat. IV 7 aufbewahrt; 30,5 x 22,5 cm; Zählung von 1 bis 87 von moderner Hand jeweils in der rechten oberen Ecke der Rectoseite; Einband des 15. Jahrhunderts; beschädigter, dunkelbrauner, blindgepreßter Ledereinband; Einband 1935 restauriert; eine Schließe; vorgängige Signatur Canones Apostolorum N° 50 auf dem vorderen Einbandspiegel. - Einrichtung: Schriftspiegel 22,5/23,0 x 15,5 cm; einspaltig; f. 12r-14v, 39r-41r, 49v-54r, 61r-62r vierspaltig; 23 Zeilen; f. 87r 28 Zeilen; f. 87v 21 Zeilen; Lombarden, Überschriften und Kapitelüberschriften in roter Farbe; Überschriften teilweise in Unziale. - Schrift: karolingische Minuskel von mehreren Händen aus dem 2. Drittel des 9. Jahrhunderts; f. 87 von einer Hand des 11. oder frühen 12. Jahrhunderts.

Geschichte

Codex der Schrift nach im 2. Drittel des 9. Jahrhunderts in Mainz entstanden; aufgrund der Inskription auf f. 1r erweist sich die Handschrift als Abschrift der Dionysio-Hadriana, die Karl dem Großen 774 von Papst Hadrian I. überreicht wurde; ein Besitzvermerk des 16. Jahrhunderts auf dem vorderen Einbandspiegel weist auf das St. Bartholomäusstift in Frankfurt am Main.

Inhalte
Links
Abbildungen

Abbildung von f. 6r in BStK., Bd. VI, 2005, S. 2589

Literatur zur Handschrift: Stand des Katalogs 2005
  • G. Baesecke, Kleinere Schriften, S. 47f.
  • R. Bergmann, in: Theodisca, S. 79
  • B. Bischoff, Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts, I, S. 267, Nr. 1257
  • S. Blum, in: Mittelalterliche volkssprachige Glossen, S. 476
  • S. Blum, Wortschatz und Übersetzungsleistung in den althochdeutschen Canonesglossen, S. 5-12, 18
  • G. Ehrismann, Geschichte der deutschen Literatur bis zum Ausgang des Mittelalters, I, S. 252
  • Handschriftenarchiv Bernhard Bischoff, S. 46
  • J.F. Hanselmann, Scriptorium 41 (1987), S. 86
  • L. Kéry, Canonical Collections of the Early Middle Ages, S. 15
  • R. Kögel, Geschichte der deutschen Litteratur bis zum Ausgange des Mittelalters, I, 2, S. 521f.
  • H. Mordek, Kirchenrecht und Reform im Frankenreich, S. 245
  • P. Piper, Litteraturgeschichte und Grammatik des Althochdeutschen und des Altsächsischen, S. 49
  • G. Powitz - H. Buck, Die Handschriften des Bartholomaeusstifts und des Karmeliterklosters in Frankfurt am Main, S. 136-138
  • Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Katalog der Ständigen Ausstellung, S. 6, Nr. 17
  • K. Zechiel-Eckes, Die Concordia canonum des Cresconius, I, S. 13, 136, 146f., 149, 193
  • StSG. IV, S. 433, Nr. 141.
Literatur zur Handschrift: Ergänzungen seit 2005
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/157 [Stand 20.09.2017].

Letzte Änderung: Laura Potratzki, 22.06.2017