BStK Online

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

BStK.-Nr. 149

Bibliothek Essen, Münsterschatzkammer
Signatur

Hs. 1

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 136

Beschreibung

Codex; Pergament; 188 Blätter; 34,5 x 23,5 cm; f. 171-186 kleiner; einige Blätter mit Folie überzogen; Zählung von moderner Hand von 1 bis 188 jeweils in der rechten oberen Ecke der Rectoseite, zusätzlich moderne Paginierung; moderner Einband von 1957. - Einrichtung: Schriftspiegel 26,5 x 16,0 cm; einspaltig; 30-38 Zeilen; zahlreiche, farbig gefüllte Majuskeln; f. 13v Darstellung eines Kreuzes; f. 29v Darstellung des Kreuzes zwischen den vier Evangelisten; Flechtbandornamentik, Tiermotive. - Schrift: frühkarolingische Minuskel von einer Hand um 800; f. 1-2, 171-186 von mehreren Händen des 10. Jahrhunderts.

Geschichte

Codex der Schrift nach um 800 im nordwestlichen Austrasien oder in Nordostfrankreich entstanden; die Handschrift ist möglicherweise als Geschenk Altfrids von Hildesheim (851-874) nach Essen gekommen; die Federproben, der Comes auf f. 1-2, die Homilien auf f. 171-186 und die lateinischen und altsächsischen Glossen weisen darauf, dass sich die Handschrift bereits im 10. Jahrhundert in Essen befand (daher "Essener Evangeliar"); ein Besitzvermerk des 13. Jahrhunderts auf f. 2r weist ebenfalls auf Essen; um 1880 wurde der Codex im Pfarrarchiv der Essener Münsterkirche aufgefunden und in die Sammlung der Kirchenschatzstücke eingefügt.

Inhalte
  • f. 1r: leer
  • f. 1v: Federproben
  • f. 2rv: Ordo lectionum (Fragment)
  • f. 3r-12v: Capitulare evangeliorum
  • f. 13r: leer
  • f. 14r-16r: Hieronymus, Brief an Damasus I.
  • f. 16r-17v: Prolog zur Bibel, Evangelien
  • f. 18r-24v: Canones
  • f. 25r: leer
  • f. 25v-26v: Praefatio zu Matthäus-Evangelium
  • f. 27r-28v: Kapitelübersicht zu Matthäus-Evangelium
  • f. 29r: leer
  • f. 30r-170r: Evangelien
  • f. 170v: Capitulare evangeliorum (Fragment)
  • f. 171r-186v: Homiliar
  • f. 187v-188v: Capitulare evangeliorum (Fragment)
Links
Abbildungen

Abbildungen der Blätter f. 34v, 35r bei H. Tiefenbach, Exemplarische Interpretation, 2009, S. 388f.

Literatur zur Handschrift: Stand des Katalogs 2005
Literatur zur Handschrift: Ergänzungen seit 2005
Zitierempfehlung (HTML/XML)

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/149 [Stand 21.10.2020].

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Letzte Änderung: Rolf Bergmann, 23.10.2018