BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 93

Bibliothek Darmstadt, Hessische Landes- und Hochschulbibliothek
Signatur

6

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 96

Beschreibung

Codex; Pergament; 102 Blätter; einige der Blätter sind Palimpseste; Blatt 1 nicht mehr vollständig erhalten; 9,0/9,5 x 5,8/6,5 cm; Zählung von 1 bis 103 von moderner Hand jeweils in der rechten oberen Ecke der Rectoseite; Zahl 49 zweimal verwendet; eine spätere Hand besserte die Zählung aus; Lederstreifen nach f. 102 irrigerweise mitgezählt; zudem alte römische Zählung in der Mitte oben, die nur noch auf f. 1 bis 11 erkennbar ist; alter Koperteinband, der aus einem quer beschriebenen Pergamentblatt gebildet ist; Riemen; vorgängige Signatur 409 auf dem hinteren Einbanddeckel sowie 356 auf der hinteren Umschlagklappe. - Einrichtung: Schriftspiegel 6,5/6,9 x 4,4/4,9 cm; einspaltig; 13-18 Zeilen; zu Beginn der Kapitel über 2 Zeilen reichende Initialen in roter Farbe; bis f. 91v Überschriften in Majuskeln in roter Farbe, ab f. 92r in schwarzer Farbe; Kapitelüberschriften zudem meist auch quer am Rand eingetragen. - Schrift: Übergang von der karolingischen zur gotischen Minuskel von einer Hand aus dem Ende des 12. Jahrhunderts; Korrekturen von einer späteren Hand.

Geschichte

Codex der Schrift nach Ende des 12. Jahrhunderts wohl im Trierer Raum, vielleicht im Zisterzienserkloster Himmerod, entstanden; aus dem Nachlaß des Kölner Sammlers Baron Hüpsch (1730-1805) gelangte die Handschrift 1805 an Ludwig X., Landgraf von Hessen-Darmstadt; als Bestandteil der früheren Hofbibliothek kam der Codex schließlich in die heutige Hessische Landes- und Hochschulbibliothek.

Inhalte
Links
Literatur zur Handschrift
  • R. Bergmann, Mittelfränkische Glossen, S. 249
  • Handschriftenarchiv Bernhard Bischoff, S. 38
  • R. Hildebrandt, Summarium Heinrici, I, S. XXXVIIIf.
  • R. Hildebrandt, in: 2VL. IX, Sp. 510-518
  • R. Hildebrandt, ZDA. 97 (1986), S. 127-129
  • K. Ridder, ZDL. 55 (1988), S. 245-249
  • J. Splett, ZDPh. 107 (1988), S. 117-119
  • K.H. Staub - Th. Länger, Deutsche und niederländische Handschriften, S. 18
  • St. Stricker, Basel ÖBU. B IX 31, S. 117-119 und passim
  • St. Stricker, in: Probleme der Edition althochdeutscher Texte, S. 40 und passim
  • W. Wegstein, ADA. 88 (1977), S. 13
  • W. Wegstein, Studien zum >Summarium Heinrici<, S. 80, 105-140
  • W. Wegstein, in: Althochdeutsch, II, S. 1225, 1230
  • W. Wegstein, ZDA. 101 (1972), S. 307f.
  • StSG. IV, S. 418, Nr. 96.
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/93 [Stand 26.09.2017].

Letzte Änderung: Laura Potratzki, 22.06.2017