BStK Online

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

BStK.-Nr. 783 (I)

Glossierte Inhalte
  • 783 (I), f. 1r-120v: Sakramentar
  • Zahl und Art der Glossen

    Textglossierung: Neben der einen bisher veröffentlichten Griffelglosse (f. 17v) noch etwa 135 bisher unveröffentlichte, wohl in originärer Überlieferung vorliegende, großteils interlinear eingetragene Griffelglossen (f. 17r-38v) zu dem Sakramentar; die Glossen, großteils in relativ gutem Zustand – etwa 95 der 135 Glossen sind vollständig oder teilweise entzifferbar –, sind nach R. McKitterick von derselben Hand eingetragen wie die Federglossen aus Teil 3 und die Namensliste auf f. 83v (vgl. 2016, p. 35); es handelt sich vor allem um Kontextübersetzungen; die Handschrift enthält zudem lateinische und bisher nicht entzifferte Griffeleintragungen (f. 132v).

    Zeit

    Wohl um 800 eingetragen, wobei eventuell mehrere, zeitlich etwas auseinander liegende Glossierungsschichten vorliegen (vgl. E. Glaser, 2016, p. 48, 56).

    Ort

    Wahrscheinlich bayerischer Raum; Regensburg als bisher angenommener Eintragungsort ist möglich, die sprachlichen Merkmale der Glossen lassen aber keine sichere Eingrenzung zu (vgl. E. Glaser, 2016, p. 50, 55).

    Sprachgeographische Einordnung

    Bairisch (nach E. Glaser - A. Nievergelt, in: Entstehung des Deutschen, S. 127; noch einmal bekräftigt in E. Glaser, 2016, p. 47).

    Edition

    1 Glosse (unter Hinweis auf weitere Glossen) ediert bei A. Dold - L. Eizenhöfer, Das Prager Sakramentar, S. 37 Anm. 2; einige wenige Beispielglossen außerdem ediert bei E. Glaser, Die althochdeutsche Glossierung des Prager Sakramentars, 2016, p. 57f.; eine vollständige Edition in Vorbereitung durch E. Glaser.

    Literatur zu den Glossen: Stand des Katalogs 2005
    • R. Bergmann, Die althochdeutsche Glossenüberlieferung des 8. Jahrhunderts, S. 25
    • CLA. X, S. 36, Nr. 1563
    • E. Glaser, Frühe Griffelglossierung aus Freising, S. 61, 67
    • E. Glaser - A. Nievergelt, in: Entstehung des Deutschen, S. 126f.
    • E. Seebold, Chronologisches Wörterbuch des deutschen Wortschatzes. Der Wortschatz des 8. Jahrhunderts, S. 34.
    Literatur zu den Glossen: Ergänzungen seit 2005
    Zitierempfehlung (HTML/XML)

    Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/783 (I) [Stand 25.05.2019].

    Für den Verweis auf das entsprechende XML-Dokument zitieren Sie: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/783 (I).xml [Stand 25.05.2019].

    Letzte Änderung: Michaela Pölzl, 09.04.2019