BStK Online

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

BStK.-Nr. 590

Glossierte Inhalte
  • 590, f. 1v-112v: Isidor von Sevilla, De officiis ecclesiasticis
  • 590, f. 127r: Federprobe
  • 590, f. 150r-150v: Federproben
  • Zahl und Art der Glossen

    Insgesamt 66 Glossen (f. 1v-105v, 150r-v):
    - Textglossierung: 63 Glossen (f. 1v-107v) zu Isidor von Sevilla, De officiis ecclesiasticis; 49 Federglossen, davon 19 marginal, 30 interlinear stehend; 9 Griffelglossen (f. 53r-96v), davon 8 interlinear und 1 marginal (f. 63r) stehend; 3 interlinear eingetragene Schwarzstiftglossen (f. 16v, 42r, 43r) und 2 interlinear eingetragene Farbstiftglossen (f. 4r, 7v) z.T. in Kürzung; möglicherweise eine weitere, mit Rötel eingetragene Interlinearglosse auf f. 104v (vgl. B. Bischoff, Nachträge zu den althochdeutschen Glossen, 1928, S. 164).

    - Einzelwörter: 1 vermutlich althochdeutsches Wort ohne Textbezug in einer Federprobe auf f. 127r.

    - Glossen in Federproben: 3 Glossen zu Lemmata aus Isidor von Sevilla, De officiis ecclesiasticis (f. 150r-v) im Kontext von Federproben.
    Zudem möglicherweise weitere althochdeutsche Griffelglossen zwischen f. 5v-82v sowie einige lateinische Feder- und Griffelglossen und zahlreiche nicht identifizierte Griffel- und Schwarzstifteintragungen im gesamten Text; Federglossen überwiegend von einer Hand, Griffel- und Farbstiftglossen aus mindestens 4 unterschiedlichen Eintragungsschichten, z.T. schwer lesbar.

    Zeit

    Glossierung aus unterschiedlichen Zeiträumen; Federglossen vermutlich aus der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts; Farbstift- und Griffelglossen vielleicht aus dem 2. Viertel oder der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts.

    Ort

    Vielleicht Regensburg; Griffelglossen vielleicht auch in Freising entstanden.

    Sprachgeographische Einordnung

    Federglossen zu Isidor bair. (nach G. Müller - Th. Frings, S. 423; H. Reutercrona, S. 4; F. Simmler, S. 25); bair. mit Spuren einer ostfrk. Vorlage (nach E. Ulrich, S. 33f.); bair. mit frk. Spuren (nach G. Baesecke, S. 391f.); Farbstiftglossen frk.(nach A. Nievergelt, S. 31), Griffelglossen frk. oder obd. und bair. (A. Nievergelt, S. 32), Federprobe auf f. 127r vielleicht frk. (A. Nievergelt, S. 31).

    Edition

    StSG. II, S. 346f. (Nr. DCCXIV); Nachträge bei B. Bischoff - P. Lehmann, PBB. 52 (1928) S. 164; Korrekturen und weitere Glossen ediert bei A. Nievergelt, Pfiff und Gesang. Althochdeutsche Griffelglossen zu Isidor von Sevilla „De ecclesiasticis officiis“ (2), in: ZDPh. 129, 2010, S. 25-31.

    Literatur zu den Glossen: Stand des Katalogs 2005
    • StSG. IV, S. 541, Nr. 392
    • G. Baesecke, PBB. 69 (1947), S. 390f.
    • Ch. Beeson, Isidor-Studien, S. 51
    • B. Bischoff, PBB. 52 (1928), S. 155, 164
    • E. Glaser, Frühe Griffelglossierung aus Freising, S. 59
    • E. Glaser, in: Zur Geschichte der Nominalgruppe im älteren Deutsch, S. 198
    • G. Müller - Th. Frings, Germania Romana, II, S. 423
    • H. Reutercrona, Svarabhakti und Erleichterungsvokal, S. 4
    • J. Riecke, Die Frühgeschichte der mittelalterlichen medizinischen Fachsprache im Deutschen, II, S. 643
    • F.X. Scheuerer, Zum philologischen Werk J.A. Schmellers, S. 164
    • F. Simmler, Die westgermanische Konsonantengemination, S. 25
    • E. Ulrich, Die althochdeutschen Glossen zu Isidors Büchern über die Pflichten, S. 3 und passim
    • F.J. Worstbrock, in: 2VL. XI, Sp. 739.
    Literatur zu den Glossen: Ergänzungen seit 2005
    Zitierempfehlung (HTML/XML)

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    Letzte Änderung: Rolf Bergmann, 14.08.2018