BStK Online

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

BStK.-Nr. 518

Handschrift(en)
  • München, Bayerische Staatsbibliothek Clm 6277
Glossierte Inhalte
  • 518, f. 1r-154v: Gregor der Große, Regula pastoralis
  • Zahl und Art der Glossen

    Textglossierung: Insgesamt 935 Glossen zu Gregor der Große, Regula pastoralis; davon 827 Federglossen (f. 4v-72v) (257 Glossen interlinear, die übrigen marginal stehend); 29 Farbstiftglossen [f. 5r (2), 5v (6), 6r, 6v, 12r, 16r (2), 17r (2), 17v (4), 18r (3), 18v (6), 67v], einige Farbstiftglossen in abgekürzter Schreibung; 75 Griffelglossen (f. 4v-111v), davon 14 marginal [f. 5r (3), 5v, 6r, 7r (2), 9v, 10v, 23v, 67v, 102r, 111v, 122r], die übrigen interlinear; 10 Griffelglossen in abgekürzter Schreibung (Wiedergabe von Wortanfängen und Wortschlüssen durch ein oder zwei Buchstaben); althochdeutsche Glossierung innerhalb einer doppelt bis dreifach so umfangreichen lateinischen Glossierung eingebettet.

    Neufunde: In SchG. wird an 5 Stellen auf Neufunde (f. 75v, 84r, 89v, 108r, 126v) zu Gregor der Große, Regula pastoralis hingewiesen; alle 5 Neufunde marginal eingetragen; A. Nievergelt korrigiert und ergänzt die Angaben zu Neufunden in SchG.: Glosse auf f. 84r nicht lesbar, Glosse auf f. 75v mittelhochdeutsch; außerdem weitere 43 Neufunde zu Gregor der Große, Regula pastoralis; einige der Glossen in Kürzung; zudem mehrere Belege für die Schreibung mit wynn-Rune (brieflich gemeldet am 13.08.2021).

    Nach A. Nievergelt (2024, S. 42) wurde die Handschrift zur Zeit ihrer frühesten Benutzung mit Griffeln und färbenden Stiften in altbairischer Volkssprache glossiert. "Zu den ältesten althochdeutschen Glossen ist auch eine kleine Federglossierung mit gekürzten Glossen zu rechnen. [...] In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts ist über den ganzen Text hinweg eine reichhaltige, lateinische und althochdeutsche Textglossierung aus unterschiedlichen Quellen angelegt und von mehreren Händen interlinear und marginal aufgezeichnet worden." (ebenda).

    Zeit

    9. Jahrhundert (Glossierung mit Feder, Griffel und Schwarzstift) und 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts Glossierung mit Feder; Einzug lateinischer Glossierung).

    Ort

    Freising.

    Sprachgeographische Einordnung

    Bair. (nach G. Baesecke, S. 256; H. Garke, S. 61; R. Kögel, S. 588; G. Müller, PBB. 79, S. 310; G. Müller, PBB. 82, S. 154; G. Müller - Th. Frings, S. 290; H. Reutercrona, S. 4; J. Schatz, S. 4; F. Simmler, S. 25; G.A.R. de Smet, S. 924; C. Wesle, S. 49). - Griffel- und Schwarzstiftglossen bairisch (nach O. Ernst, S. 548f.).

    Edition

    StSG. II, S. 162-176 (Nr. DCXXXVII); Berichtigungen und Nachträge bei B. Bischoff, PBB. 52 (1928) S. 158f.; Edition der Griffel- und Schwarzstiftglossen bei O. Ernst, Die Griffelglossierung in Freisinger Handschriften des frühen 9. Jahrhunderts, Germanistische Bibliothek 29, Heidelberg 2007, S. 431-499 (Neufunde und Korrekturen); Korrekturen bisheriger Lesungen einiger Griffel- und Schwarzstiftglossen sowie eine Kurzedition von 3 neuentdeckten Griffelglossen und 1 Farbstiftglosse bei Oliver Ernst – Andreas Nievergelt – Markus Schiegg, 2019, S. 630f.

    Eine Neuedition bei A. Nievergelt (2024), S. 54-69 (Nachträge; mit mehreren Abbildungen) und S. 71-198 (Gesamtedition der deutschen und lateinischen Glossen).

    Literatur zu den Glossen: Stand des Katalogs 2005
    Literatur zu den Glossen: Ergänzungen seit 2005
    Zitierempfehlung (HTML/XML)

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    Letzte Änderung: Stefanie Stricker, 21.12.2023