BStK Online

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

BStK.-Nr. 710am

Bibliothek München, Bayerische Staatsbibliothek
Signatur

Clm 6302

Ehemalige Signaturen

früher Cod. Fris. 102

Identifizierung als Glossenhandschrift

Nachtrag zum Katalog: Neufund von A. Nievergelt (2012).

Digitalisat
  • 710am München, Bayerische Staatsbibliothek Clm 6302 (→ Codex)
Beschreibung

Codex; Pergament; 69 Blätter; 25,5/25,8 x 18,0/19,0 cm; Zählung von 1 bis 69 jeweils in der rechten oberen Ecke der Rectoseite; heller Ledereinband des 10./11. Jahrhunderts mit Streicheisenlinien und zwei Einzelstempeln; ehemals Kettenband; auf dem Vorderdeckel aufgeklebtes Papierschild aus dem 15. Jahrhundert mit dem Titel. – Einrichtung: Schriftspiegel 19,0-20,0 x 14,0-14,5 cm; einspaltig, f. 1r mit Inhaltsverzeichnis zweispaltig; 24-26 Zeilen; einfache Zierkapitalis und rot gefleckte Zierunziale; einfache schwarze Initialen (1r, 2v, 5r, 9r, 29v); f. 1r Initiale mit Achtermuster; f. 2v und 9r verzierte Bögen mit Profilblätter; ausführliche Beschreibung des Buchschmucks bei K. Bierbrauer (Die vorkarolingischen und karolingischen Handschriften, 1990, S. 21) bzw. der Auszeichnungsschrift bei E. Kessler (Die Auszeichnungsschriften, 1986, S. 104, 223f.). – Schrift: frühe karolingische Minuskel von einer Hand (nahe verwandt mit BStK.-Nr. 526) wohl vom Ende des 8. Jahrhunderts.

Geschichte

Codex der Schrift nach im letzten Viertel des 8. Jahrhunderts (B. Bischoff, Die Südostdeutschen Schreibschulen 1, 1974, S. 81) oder Ende des 8. Jahrhunderts (Katalog der lateinischen Handschriften, Bd. 1, 2000, S. 179) oder im 8./9. Jahrhundert (B. Bischoff, Katalog der festländischen Handschriften II, 2004, S. 237 und Catalogus codicum latinorum 1,3, 1873, S. 89) oder im 9. Jahrhundert (Ch. Beeson, Isidor-Studien, 1913, S. 64) vermutlich in Freising entstanden; der aus dem 12. Jahrhundert stammende Besitzeintrag (f. 1r) weist auf die Dombibliothek Freising; für die Handschrift wird (teilweiser) irischer Einfluss angenommen (F. Brunhölzl, Die Freisinger Dombibliothek, 1961, S. 105); es bestehen daher Vermutungen zu einer insularen Vorlage der Handschrift (z.B. bei Ch. Beeson, Isidor-Studien, 1913, S. 65; B. Bischoff, Wendepunkte, 1954, S. 222 und E. Kessler, Die Auszeichnungsschriften, 1986, S. 104), was von M. Gorman dagegen bezweifelt wird (A Critique of Bischoff’s Theory of Irish Exegesis, 1997, pp. 178).

Inhalte
Links
Abbildungen

Teilabbildungen von f. 1r, 29v, 34r, 40v, 46r, 47r, 49r bei E. Kessler, Die Auszeichnungsschriften, Abb. 102-108
Teilabbildung von f. 29v in Codices Latini Antiquiores, p. 11

Literatur zur Handschrift
Zitierempfehlung (HTML/XML)

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/710am [Stand 21.05.2019].

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Letzte Änderung: Christina Beer, 08.04.2019