BStK Online

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

BStK.-Nr. 869

Bibliothek Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek
Signatur

HB VII 13

Ehemalige Signaturen

früher A 38

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

nicht bei StSG. - BV. (1973)

Digitalisat
  • 869 Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek HB VII 13 (→ Codex)
Beschreibung

Codex; Pergament (Schafpergament; wenige Blätter Kalbpergament); Pergament von ungleicher Dicke in weißer oder gelblicher Farbe; manche Blätter etwas faltig; Spuren von eingedrungener Flüssigkeit; auf einigen Blättern Oxydation der zur Bemalung benutzten Metalle; 189 Blätter sowie ein zusätzliches Blatt vorne; 26,2 x 18,5 cm; mit gelblich-braunem Schweinsleder überzogene Holzdeckel mit blindgepreßten Linien; Einzelstempel (Vierpaß, Rosette, Palmette, Spitzbogen mit aufgesetzten Dreiblättchen); 1 Schließe; vorgängige Signatur A 38 auf einem Schild auf dem Buchrücken. - Einrichtung: Schriftspiegel 17,0-18,0 x 9,0-10,0 cm; f. 1-4 und 181-189 18,5 x 12,0 cm; einspaltig; f. 1-5 33 Zeilen; f. 13-180 27-28 Zeilen; f. 181-189 32 Zeilen; Ornamentik der sogenannten franko-sächsischen Schule; reiche Verwendung von Gold und Silber bei den 12 Canonestafeln (f. 6v-12r), den Überschriften, Incipitseiten und Initialen; am Anfang der 4 Evangelien je eine große, meist über die ganze Seite gehende Initiale; Überschriften des Capitulare in roter Unziale; Initialen im Hauptteil in roten, auf f. 1r-5v in goldenen vergrößerten Majuskeln; f. 5v-12r Kanontafeln. - Schrift: regelmäßige, schöne nordfranzösische Minuskel von mehreren Händen aus dem 3. Viertel des 9. Jahrhunderts.

Geschichte

Codex der Schrift nach im 3. Viertel des 9. Jahrhunderts in der Benediktinerabtei Saint-Amand entstanden; Besitzvermerke des 13. Jahrhundert auf dem hinteren Spiegel und von 1628 auf f. 1r weisen auf die Benediktinerabtei Weingarten; ein Inventareintrag auf f. 6r deutet darauf hin, dass sich die Handschrift schon um 1100 in Weingarten befand; von dort gelangte sie im Zuge der Säkularisation 1803 nach Stuttgart.

Inhalte
  • zusätzliches Blatt vorne Beda, Werk (Fragment); vorderer Spiegel Besitzvermerk
  • f. 1r: Besitzvermerk
  • f. 1r-3v: Prolog zur Bibel, Evangelien
  • f. 3v-4r: Prologus monarchianus in evangelium Matthei
  • f. 4r-5v: Capitulatio: Nativitas Christi
  • f. 6r: Inventareinträge
  • f. 6v-12r: Canones
  • f. 12v-57v: Bibel, Matthäus-Evangelium
  • f. 58r-89v: Markus-Evangelium
  • f. 90r-142r: Lukas-Evangelium
  • f. 142v-180r: Johannes-Evangelium
  • f. 180v: leer
  • f. 181r-189v: Capitulare Evangeliorum; hinterer Spiegel Besitzvermerk.
Links
Literatur zur Handschrift
  • J. Autenrieth, Die Handschriften der ehemaligen königlichen Hofbibliothek Stuttgart, III, S. 155f
  • Buchmalerei, in: Suevia Sacra, S. 168, Nr. 153
  • B. Fischer, in: Recherches sur l'histoire de la Bible Latine, S. 86
  • Handschriftenarchiv Bernhard Bischoff, S. 77
  • Ch. Jakobi- Mirwald, Die illuminierten Handschriften der Hessischen Landesbibliothek Fulda, I, Textband, S. 42
  • W. Koehler, Buchmalerei des frühen Mittelalters, S. 172, 175
  • K. Löffler, Romanische Zierbuchstaben und ihre Vorläufer, S. 42
  • MBK., Ergänzungsband I, 3, S. 500
  • G.L. Micheli, L'Enluminure du haut Moyen Age, S. 139
  • Mittelalterliche Schatzverzeichnisse, I, S. 103
  • C. Nordenfalk, AA. 2 (1931), S. 235f., 241.
Zitierempfehlung (HTML/XML)

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/869 [Stand 17.12.2018].

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Letzte Änderung: Alexander Bock, 12.12.2017