BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 768

Bibliothek Paris, Bibliothèque Nationale de France
Signatur

lat. 16668

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 516

Digitalisat
  • 768 Paris, Bibliothèque Nationale de France lat. 16668 (→ Codex)
Beschreibung

Codex; Pergament; 62 Blätter sowie 1 zusätzliches ungezähltes Blatt vorne; Blatt 62 stark beschädigt; 23,0 x 16,5 cm; Zählung von 1 bis 62 von jüngerer Hand jeweils in der rechten oberen Ecke der Rectoseite; f. 41-62 zudem von 1 bis 22 über der Zählung, die den gesamten Codex umfaßt, gezählt; mit grünem Pergament überzogene Pappdeckel; Rücken abgestoßen; vorgängige Signaturen 434 auf dem inneren Einbanddeckel und Sorb. 1476 auf f. 1r. - Einrichtung: Schriftspiegel 19,5 x 11,5/13,5 cm; einspaltig; 31 Zeilen; Überschriften in Mischunziale in schwarzer Farbe oder in angelsächsischer Majuskel, ockerfarben oder mehrfarbig gefüllt; f. 23r und 23v Prolog in farbiger angelsächsischer Majuskel mit Akrostichon und Telestichon, Farbe Zeile für Zeile wechselnd. - Schrift: f. 1v-40v, 58v-62r frühe karolingische Minuskel von mehreren Lorscher Händen des ausgehenden 8. oder des 9. Jahrhunderts; f. 41r-58r angelsächsische Minuskel von einer oder zwei Händen des ausgehenden 8. oder des 9. Jahrhunderts; Federproben aus dem 9., 10. und 11. Jahrhundert.

Geschichte

Codex der Schrift nach im ausgehenden 8. oder Anfang des 9. Jahrhunderts in Lorsch entstanden; darauf weist auch ein Besitzvermerk auf f. 2r; ein Eintrag auf f. 2v weist auf die Abtei Steinbach im Odenwald; später gehörte die Handschrift zur Bibliothek der Sorbonne.

Inhalte
Links
Literatur zur Handschrift: Stand des Katalogs 2005
  • G. Baesecke, Der Vocabularius Sti. Galli, S. 62
  • B. Bischoff, Die Abtei Lorsch im Spiegel ihrer Handschriften, S. 33 und passim
  • B. Bischoff, Mittelalterliche Studien, III, S. 216, 223
  • U. Blech, Germanistische Glossenstudien, S. 43
  • P. Bourgain, in: Tertullien aux Mozarabes, II, S. 117
  • CLA. Supplement, S. 23, Nr. 1749
  • P. Degni - A. Peri, in: Manuscripts and Tradition, II, S. 733, 744
  • L.V. Delisle, Inventaire des manuscrits latins, IV, S. 73
  • B. Ebersperger, Die angelsächsischen Handschriften in den Pariser Bibliotheken, S. 203
  • A. Häse, Mittelalterliche Bücherverzeichnisse aus Kloster Lorsch, S. 262, 303
  • Handschriftenarchiv Bernhard Bischoff, S. 106, 110
  • D. Hüpper-Dröge, Schild und Speer, S. 423f.
  • M. Irvine, The Making of Textual Culture, S. 401
  • M.L.W. Laistner - H.H. King, A Hand-List of Bede Manuscripts, S. 128, 134
  • W. Lampen, Antonianum 17 (1942), S. 48
  • W.M. Lindsay, Notae Latinae, S. 476
  • W.M. Lindsay, PL. 2 (1923), S. 8, 26, 47
  • W.M. Lindsay, PL. 3 (1924), S. 33, 46
  • H. Mettke, Die althochdeutschen Aldhelmglossen, S. 3
  • H. Mordek, Kirchenrecht und Reform im Frankenreich, S. 124
  • K. Riedel, Grammatik der althochdeutschen Glossen zum Carmen `De laudibus virginum', S. 103f.
  • W. Schröder, ZDA. 87 (1956-1957), S. 175-177, 180
  • C. Wich-Reif, Studien zur Textglossarüberlieferung, S. 270
  • StSG. IV, S. 599, Nr. 516.
Literatur zur Handschrift: Ergänzungen seit 2005
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/768 [Stand 25.09.2017].

Letzte Änderung: Christina Beer, 26.06.2017