BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 648

Bibliothek München, Bayerische Staatsbibliothek
Signatur

Clm 18528a

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 435

Beschreibung

Codex aus 2 Teilen; Teil 1: f. 1-115; Teil 2: f. 116-165; Pergament; 165 Blätter (nach f. 115 fehlt ein Blatt); von f. 165 nur ein kleiner Teil erhalten, der auf ein Octavdoppelblatt eines Missale vom Ende des 11. Jahrhunderts aufgezogen ist; 27,5 x 20,5 cm; Zählung von 1 bis 165 von mittelalterlicher Hand jeweils in der rechten oberen Ecke der Rectoseite (das nach f. 115 fehlende Blatt ist vor der Zählung herausgeschnitten worden); mit hellem, blindgepreßtem Leder überzogene Holzdeckel; ehemals 5 Buckeln und 2 Schließen; vorgängige Signaturen R.37.20 und Teg.528.1 auf Papierschildern auf dem vorderen Einbanddeckel und auf dem Buchrücken. - Einrichtung: Schriftspiegel Teil 1 21,8 x 15,7 cm; Teil 2 20,5/21,0 x 14,8/15,5 cm; einspaltig; 39 Zeilen; Überschriften in roter Rustica oder Minuskel; vereinzelt schlichte Initialen in roter Tinte; auf f. 116r große rote P-Initiale mit einfacher Verzierung; auf f. 123v, 140v figurale Schriftflächen. - Schrift: Teil 1 karolingische Minuskel von acht bis zehn Händen aus dem Ende des 10. Jahrhunderts; Teil 2 karolingische Minuskel von mehreren, sich häufig abwechselnden Händen aus dem letzten Drittel des 11. Jahrhunderts.

Geschichte

Einzelne Teile des Codex der Schrift nach in verschiedenen Jahrhunderten entstanden: Teil 1 Ende des 10. Jahrhunderts und Teil 2 im letzten Drittel des 11. Jahrhunderts in der Benediktinerabtei Tegernsee; der Freisinger Clm 6227 (BStK.-Nr. 504) hat für Teil 1 des Codex als Vorlage gedient; ein Besitzvermerk des 15. Jahrhunderts auf f. 1r weist ebenfalls auf die Benediktinerabtei Tegernsee; im Zuge der Säkularisation gelangte die Handschrift 1803 in die heutige Bayerische Staatsbibliothek in München.

Inhalte
Links
Literatur zur Handschrift: Stand des Katalogs 2005
  • Catalogus Codicum Latinorum Bibliothecae Regiae Monacensis, II, 3, S. 171, Nr. 1450
  • Ch.E. Eder, StMOSB. 83 (1972), S. 32-34, Nr. 6, S. 126, Nr. 123 und passim
  • W.M. Lindsay, PL. 4 (1925), S. 84
  • StSG. IV, S. 564f., Nr. 435.
Literatur zur Handschrift: Ergänzungen seit 2005
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/648 [Stand 22.09.2017].

Letzte Änderung: Christina Beer, 20.03.2017