BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 479

Bibliothek München, Bayerische Staatsbibliothek
Signatur

Clm 4554

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

nicht bei StSG. - BV. (1973)

Digitalisat
  • 479 München, Bayerische Staatsbibliothek Clm 4554 (→ Codex)
Beschreibung

Codex; Pergament; 169 Blätter sowie 3 Papierblätter und 1 halbes Pergamentblatt vorne und 3 Papierblätter hinten; 29,0 x 23,0 cm; Zählung von 1 bis 164 in der rechten oberen Ecke der Rectoseite; je 1 zusätzliches Blatt nach f. 22, 32, 47, 84, 144; moderner brauner Ledereinband; Einband 1907 restauriert; vorgängige Signatur Ben. 54 auf einem Papierschild auf dem Buchrücken; zudem alte Signatur 54 auf einem Papierschild auf dem Buchrücken. - Einrichtung: Schriftspiegel 24,0 x 18,5/19,5 cm; zweispaltig; 28-32 Zeilen; als Buchschmuck häufig Köpfe von Vögeln, Flechtwerk, Zopfband, einmal insuleske Federzüge; reich verzierte Initialen in roter, gelber und grüner Farbe. - Schrift: vorkarolingische und karolingische, teilweise insular beeinflußte Minuskel von mehreren Händen aus dem 3. Viertel und dem Ende des 8. Jahrhunderts.

Geschichte

Einzelne Teile des Codex der Schrift nach im 8. Jahrhundert in der Benediktinerabtei Benediktbeuern entstanden: f. 1r-96r wohl im 3. Viertel des 8. Jahrhunderts, f. 96v-164v Ende des 8. Jahrhunderts; Besitzvermerke des 15. Jahrhunderts auf f. 1r und 164v weisen ebenfalls auf Benediktbeuern; im Zuge der Säkularisation gelangte die Handschrift 1803 in die heutige Bayerische Staatsbibliothek in München.

Inhalte
Links
Literatur zur Handschrift
  • G. Baesecke, Kleinere Schriften, S. 289
  • G. Bernt, in: Festschrift Bernhard Bischoff zu seinem 65. Geburtstag, S. 149
  • K. Bierbrauer, Die vorkarolingischen und karolingischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek, Textband, S. 49
  • B. Bischoff, Kalligraphie in Bayern, S. 14, 20
  • B. Bischoff, Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts, II, S. 228, Nr. 2970
  • B. Bischoff, Die südostdeutschen Schreibschulen und Bibliotheken in der Karolingerzeit, I, ; II, S. 23-30, 33-35 und passim; S. 198
  • Catalogus Codicum Latinorum Bibliothecae Regiae Monacensis, I, 2, S. 206f., Nr. 1181
  • CLA. IX, S. 5, Nr. 1242
  • F. Dolbeau, Scriptorium 54 (2000), S. 317
  • K. Gamber, Codices liturgici latini antiquiores, II, S. 593, Nr. 1646
  • E. Glaser, Frühe Griffelglossierung aus Freising, S. 57
  • Katalog der lateinischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Die Pergamenthandschriften aus Benediktbeuern Clm 4501-4663, S. 80-82
  • W.M. Lindsay, Notae Latinae, S. 466
  • W.M. Lindsay, PL. 2 (1923), S. 41
  • MBK., Ergänzungsband I, 3, S. 362
  • A.P. Orbán, Vitae Sanctae Katharinae, Pars prima, S. XIV
  • P. Ruf, StMOSB. 47 (1929), S. 472f.
  • A. Siegmund, Die Überlieferung der griechischen christlichen Literatur, S. 229-234 und passim
  • A. Weiner, in: Die Bajuwaren. Von Severin bis Tassilo 488-788, S. 446f.
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/479 [Stand 20.09.2017].

Letzte Änderung: Laura Potratzki, 06.06.2017