BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 435a

Bibliothek Melk, Stiftsbibliothek
Signatur

Nr. 412 (früher 370, davor G 32)

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

nicht bei StSG. - 3. Nachtragsliste (1991)

Beschreibung

Codex; Pergament; 96 Blätter sowie je ein zusätzliches ungezähltes Papierblatt vorne und hinten; 30,0 x 22,5 cm; Zählung von 1 bis 192 von jüngerer Hand jeweils am oberen Seitenrand; auf zahlreichen Seiten noch mit Bleistift eingetragene ältere Zählung erkennbar, die bis 178 mit der neuen Zählung übereinstimmt, bei allen folgenden Seiten um 2 Zahlen höher ist als die neue Zählung; mit mittelbraunem, blindgepreßtem Leder überzogene Pappdeckel; Einbandrücken mit Goldschrift und Ornamenten geschmückt; vorgängige Signaturen auf Papierschildern auf dem vorderen Einbanddeckel und dem Einbandspiegel vorne.- Einrichtung: Schriftspiegel 24,0 x 18,0 cm; p. 1-27, 59-191 zweispaltig; p. 28-58 Tabellen beziehungsweise einspaltiger Text; 30 Zeilen; Überschriften in roter Unziale oder Rustica; Überschrift auf p. 59 in fast klassischer Monumentalcapitalis; mehrere Überschriften abwechselnd in roter und schwarzer Farbe mit rot und gelb gefüllten Feldern; einfache Initialen in Capitalisformen mit roten Feldern oder Rändern; größere Initialen in roter und gelber Farbe. - Schrift: karolingische Minuskel von mehreren Händen aus der 1. Hälfte des 9. Jahrhunderts; biographische Daten auf p. 39 von der Hand Heirics von Auxerre (841-876).

Geschichte

Codex der Schrift nach in der 1. Hälfte des 9. Jahrhunderts wahrscheinlich in Auxerre entstanden; später gelangte die Handschrift in die Benediktinerabtei Melk.

Inhalte
Links
Literatur zur Handschrift
  • G. Billanovich, Aevum 30 (1956), S. 332, 334
  • G. Billanovich, IMU. 36 (1993), S. 131-134
  • B. Bischoff, Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts, II, S. 180, Nr. 2739
  • B. Bischoff, Mittelalterliche Studien, III, S. 66
  • B. Bischoff, Die südostdeutschen Schreibschulen und Bibliotheken in der Karolingerzeit, II, S. 45f.
  • A. Borst, Das Buch der Naturgeschichte, S. 137, 185
  • A. Borst, Die karolingische Kalenderreform, S. XX, 128, 161, 308, 394, 502
  • V. von Büren, IMU. 36 (1993), S. 82f.
  • V. von Büren, Scriptorium 48 (1994), S. 292
  • J.J. Contreni, The Cathedral School of Laon, S. 150f.
  • R. Corradini, in: Vom Nutzen des Schreibens, S. 125
  • B. de Gaiffier, AB. 77 (1959), S. 392-394, 396-425
  • P. Gautier Dalché, RHT. 21 (1991), S. 131f.
  • G. Glassner, Imagination 5 (1990), S. 8
  • Ch. Glaßner, Inventar der Handschriften des Benediktinerstiftes Melk, I, S. 12, 27, 191-193, 510
  • Ch. Glaßner - A. Haidinger, Die Anfänge der Melker Bibliothek, S. 17, 74
  • M. Gorman, ASE. 25 (1996), S. 212-215
  • A. Haidinger, in: Die Suche nach dem verlorenen Paradies, S. 582
  • M. Hellmann, Tironische Noten in der Karolingerzeit, S. 122, 238f.
  • Ch.W. Jones, Bedae Pseudepigrapha, S. 28-30, 37f., 95-102, 123
  • R. Landes, Scriptorium 37 (1983), S. 183
  • G. Lobrichon, MJB. 24-25 (1989-1990), S. 289, 291
  • F. Löser, in: Die Präsenz des Mittelalters in seinen Handschriften, S. 178
  • H. Silvestre, Scriptorium 6 (1952), S. 289
  • W. Steppe, Sulpicius Severus im Leidener Glossar, S. 395
  • W.M. Stevens, Bede's Scientific Achievement, S. 40
  • St. Stricker, in: Volkssprachig-lateinische Mischtexte, S. 99-101.
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/435a [Stand 23.09.2017].