BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 159

Bibliothek Frankfurt am Main, Stadt- und Universitätsbibliothek
Signatur

Ms. lat. qu. 74 (im 19. Jahrhundert ausgelöst aus Ms. Barth. 117)

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 143

Digitalisat
  • 159 Frankfurt am Main, Stadt- und Universitätsbibliothek Ms. lat. qu. 74 (im 19. Jahrhundert ausgelöst aus Ms. Barth. 117) (→ Codex)
Beschreibung

Fragment; Pergament; Rest eines Doppelblattes; starke Beschädigung durch Beschneidung und Wurmfraß; etwa 18,0 (ursprünglich 29,0) x 18,0 cm; Zahl 1 von jüngerer Hand in der rechten oberen Ecke der Rectoseite des ersten Blattes, Zahl 2 in der linken oberen Ecke der Rectoseite des Blattrestes; wurde im 19. Jahrhundert aus dem hinteren Einbanddeckel der Handschrift Ms. Barth. 117 (Ausst. 21) ausgelöst; Aufbewahrung in einer Pappmappe. - ursprüngliche Einrichtung: Schriftspiegel 22,0 x 13,0/14,0 cm; einspaltig; 23-24 Zeilen (14 erhalten); f. 1r Wortanfänge rot gestrichelt oder getupft; Abschnitte durch Majuskeln mit roten Punktsäumen und Kreisfüllungen markiert; f. 2v rote Kapitelrubrik. - Schrift: insulare Minuskel von zwei Händen aus dem 1./2. Drittel des 9. Jahrhunderts; Federproben auf f. 1r von zwei Händen des 13. oder 14. Jahrhunderts sowie die aktuelle Handschriftensignatur mit Vermerk über die Herkunft durch eine moderne Hand.

Geschichte

Codex, aus dem das Fragment stammt, der Schrift nach im 1./2. Drittel des 9. Jahrhunderts entstanden; im 15. Jahrhundert diente es als hinterer Spiegel der Handschrift Ms. Barth. 117 (Ausst. 21); der Einband dieser Handschrift weist auf das St. Bartholomäusstift in Frankfurt am Main; im 19. Jahrhundert wurde das Fragment aus diesem Einband ausgelöst.

Inhalte
Links
Abbildungen

Abbildung von f. 1r in BStK., Bd. VI, 2005, S. 2593

Abbildung von f. 1r und f. 1v bei G. Hiltensberger, Die althochdeutsche Glossierung der 'vitia cardinalia' Gregors des Großen, 2008, S. 267f.

Literatur zur Handschrift: Stand des Katalogs 2005
  • R. Bergmann, Die althochdeutsche Glossenüberlieferung des 8. Jahrhunderts, S. 5
  • B. Bischoff, Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts, I, S. 270, Nr. 1275
  • K. Bredehorn - G. Powitz, Die mittelalterlichen Handschriften der Gruppe Manuscripta Latina, S. 66f.
  • Th. Klein, Studien zur Wechselbeziehung zwischen altsächsischem und althochdeutschem Schreibwesen, S. 297-300
  • MBK., Ergänzungsband I, 3, S. 189
  • G. Powitz - H. Buck, Die Handschriften des Bartholomaeusstifts und des Karmeliterklosters in Frankfurt am Main, S. 271
  • C. Wich-Reif, Studien zur Textglossarüberlieferung, S. 343
  • StSG. IV, S. 434, Nr. 143.
Literatur zur Handschrift: Ergänzungen seit 2005
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/159 [Stand 20.11.2017].

Letzte Änderung: Laura Potratzki, 22.06.2017