BStK Online

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

BStK.-Nr. 1010

Glossierte Inhalte
  • 1010, f. 1r-87v: Gregor der Große, Regula pastoralis (vorne und am Schluss unvollständig)
  • Zahl und Art der Glossen

    Textglossierung: Insgesamt 195 fast ausschließlich interlinear stehende Glossen; 188 Federglossen (f. 2v-87r), 3 Farbstiftglossen (f. 8v, 9r, 36v), 1 Rötelglosse (f. 13v) und 2 Griffelglossen (f. 23v, 29v) zu Gregor der Große, Regula pastoralis; die Griffelglosse auf f. 29v nachträglich mit Feder überschrieben; zudem 1 Glossierung am oberen Rand von f. 4r ohne Bezug zum Text der Seite. Handschrift von mehreren verschiedenen Händen althochdeutsch und gelegentlich lateinisch glossiert; einige der Glossen liegen in Kürzung vor; zudem fraglich, „ob die häufigen Glossen ‚in‘ über Ablativformen althochdeutsche oder lateinische Grammatikglossen sind“ (A. Nievergelt, Zur gegenwärtigen Quellen- und Editionslage, 2011, S. 351); einige lateinische Griffelglossen und Federproben.

    Ort

    -

    Sprachgeographische Einordnung

    Alem. (nach H. Garke, S. 53; H. Reutercrona, S. 7; J. Schatz, S. 3; F. Simmler, S. 22); spätalthochdeutsch des 10./11. Jahrhunderts aus dem alemannischen Raum, mit teilweise schon mittelhochdeutscher Lautgestalt (A. Nievergelt, Zur gegenwärtigen Quellen- und Editionslage, 2011, S. 351).

    Edition

    StSG. II, S. 237-240 (Nr. DCL); weitere Glossen ediert bei A. Nievergelt, Zur gegenwärtigen Quellen- und Editionslage der althochdeutschen Glossen, Sprachwissenschaft 36 (2011) S. 348-351.

    Literatur zu den Glossen: Stand des Katalogs 2005
    • StSG. IV, S. 670, Nr. 652
    • H. Garke, Prothese und Aphaerese des h, S. 53
    • E. Glaser - A. Nievergelt, in: Entstehung des Deutschen, S. 123
    • A. Jacob, Die Glossen des Cod. S. Pauli d/82, S. 38 und passim
    • H. Kempf, Die Lehnbildungen der althochdeutschen Gregorglossen, S. 62 und passim
    • B. Meineke, CHIND und BARN im Hildebrandslied, S. 82
    • L.C. Mohlberg, Mittelalterliche Handschriften, S. 175
    • H. Palander, Die althochdeutschen Tiernamen, I, S. 170
    • H. Reutercrona, Svarabhakti und Erleichterungsvokal, S. 7
    • J. Riecke, Die Frühgeschichte der mittelalterlichen medizinischen Fachsprache im Deutschen, II, S. 649
    • R. Ris, Das Adjektiv reich im mittelalterlichen Deutsch, S. 89f.
    • I. Rosengren, Inhalt und Strultur, S. 16, 48, 91, 93
    • J. Schatz, Althochdeutsche Grammatik, S. 3
    • P. Sievers, Die Accente in althochdeutschen und altsächsischen Handschriften, S. 44
    • F. Simmler, Die westgermanische Konsonantengemination, S. 22
    • G. de Smet, LB. 44 (1954), S. 4, 6, 8, 58
    • St. Stricker, Basel ÖBU. B IX 31, S. 697
    • H. Tiefenbach, BNF. NF. 11 (1976), S. 218
    • C. Wesle, Die althochdeutschen Glossen des Schlettstadter Codex, S. 73-78 und passim.
    Literatur zu den Glossen: Ergänzungen seit 2005
    Zitierempfehlung (HTML/XML)

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    Letzte Änderung: Michaela Pölzl, 08.09.2015