BStK Online

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

BStK.-Nr. 635

Glossierte Inhalte
  • 635, f. 1r: Federproben
  • 635, f. 1r-240vb: Egino von Verona, Homiliar (pars hiemalis)
  • Zahl und Art der Glossen

    Insgesamt 9 Glossen:
    - Glossen in Federproben: 3 Glossen ohne Kontextbezug auf dem oberen Rand von f. 1r eingetragen, wobei 2 Wörter über ihrem lateinischen Lemma stehen und 1 Glosse neben dem Lemma steht; die Herkunft der Glossen ist nicht bekannt.
    - Textglossierung: 1 Interlinearglosse (f. 133v), 1 verstümmelte Marginalglosse (f. 134v) (wohl von einer textfremden Hand) und 4 marginal eingetragene Griffelglossen [f. 8v, 9v, 12r (2)] zu Egino von Verona, Homiliar; Griffelglossen wohl von einer Hand eingetragen.

    Zeit

    Wahrscheinlich ausgehendes 8. Jahrhundert (nach E. Seebold, S. 37); Federproben deutlich „jünger als die Textschrift (10. Jh.?)“, Federglosse auf f. 134v in etwa Mitte 9. Jahrhundert; Griffelglosse auf f. 8v frühestens 9. Jahrhundert, die restlichen Griffelglossen wahrscheinlich „frühe Zeit“ (A. Nievergelt, Zur gegenwärtigen Quellen- und Editionslage, 2011, S. 329, 332).

    Ort

    Benediktinerabtei Tegernsee.

    Sprachgeographische Einordnung

    Glossen auf f. 9v, 12r oberdeutsch, vielleicht auch bairisch (A. Nievergelt, Zur gegenwärtigen Quellen- und Editionslage, 2011, S. 332).

    Edition

    StSG. V, S. 68, Nr. 714; Edition der Neufunde (Glossen auf f. 8v, 9v, 12r, 133v) bei Andreas Nievergelt, Zur gegenwärtigen Quellen- und Editionslage der althochdeutschen Glossen, Sprachwissenschaft 36 (2011) S. 330f.

    Literatur zu den Glossen: Stand des Katalogs 2005
    • StSG. V, S. 68, Nr. 714
    • R. Bergmann, Die althochdeutsche Glossenüberlieferung des 8. Jahrhunderts, S. 23f.
    • E. Glaser, Frühe Griffelglossierung aus Freising, S. 46
    • R. Niedballa, Bord und Borte, S. 87
    • E. Seebold, Chronologisches Wörterbuch des deutschen Wortschatzes. Der Wortschatz des 8. Jahrhunderts, S. 37.
    Literatur zu den Glossen: Ergänzungen seit 2005
    Zitierempfehlung (HTML/XML)

    Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/635 [Stand 22.07.2019].

    Für den Verweis auf das entsprechende XML-Dokument zitieren Sie: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/635.xml [Stand 22.07.2019].

    Letzte Änderung: Michaela Pölzl, 22.07.2016