BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 863

Bibliothek Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek
Signatur

Cod. theol. et phil. 2° 218

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 560

Beschreibung

Codex aus 2 Teilen; Teil 1: f. 1-51; Teil 2: f. 52-79; Pergament; 79 Blätter und ein Papierblatt vorne; f. 1-51 25,7 x 18,1 cm; f. 52-79 26,0 x 18,3 cm; mit hellem Leder überzogene Holzdeckel mit blindgepreßten Linien aus dem 15. Jahrhundert; ehemals 1 Schließe. - Einrichtung: Schriftspiegel Teil 1 20,5 x 12,2 cm; Teil 2 21,8 x 14,0 cm; zweispaltig; (f. 22v, 38v, 47r-v einspaltig); Teil 1 35 Zeilen; Teil 2 48 Zeilen; Teil 1 Überschriften in roter Minuskel oder einfacher roter Ziermajuskel; vergrößerte rotgefüllte Majuskeln an Satz- und Absatzanfängen; Marginalien von roten, zum Teil gewellten Linien gerahmt; Teil 2 Überschriften und zahlreiche einfache Initialen in roter Farbe. - Schrift: Teil 1 karolingische Minuskel von drei Händen um 1130/40; Nachträge, Zusätze und Notazeichen stammen von verschiedenen jüngeren Händen, unter denen sich auch die Hand Reinhards von Munderkingen befindet; Teil 2 karolingische Minuskel aus der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts.

Geschichte

Einzelne Teile des Codex der Schrift nach in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts entstanden, Teil 1 um 1130/40 in der Benediktinerabtei Zwiefalten in Oberschwaben; später befand sich die Handschrift in der Benediktinerabtei Ellwangen, von wo aus sie im Zuge der Säkularisation 1803 in die heutige Landesbibliothek Stuttgart kam.

Inhalte
Links
Literatur zur Handschrift
  • S. von Borries-Schulten, Die romanischen Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, I, S. 86, Nr. 57
  • P. Glogger, Das Leidener Glossar, III A, S. VII
  • N. Henkel, Deutsche Übersetzungen lateinischer Schultexte, S. 275
  • N.R. Ker, Catalogue of Manuscripts Containing Anglo-Saxon, S. 482
  • R. Kurz, Die handschriftliche Überlieferung der Werke des heiligen Augustinus, V, 2, S. 466
  • M.L.W. Laistner - H.H. King, A Hand-List of Bede Manuscripts, S. 74
  • M. Lapidge, ASE. 15 (1986), S. 71f.
  • P. Lendinara, Anglo-Saxon Glosses and Glossaries, S. 78
  • P. Lendinara, in: Paolo Diacono, S. 260, 265
  • K. Lippe, in: Althochdeutsch, II, S. 1167
  • E. Maschke, Studien zu Waffennamen, S. 67f.
  • MBK., Ergänzungsband I, 3, S. 511
  • E. Neuß, Studien zu den althochdeutschen Tierbezeichnungen, S. 94
  • E. Schröter, Walahfrids deutsche Glossierung, S. 5-7
  • W. Steppe, Sulpicius Severus im Leidener Glossar, S. 228, 277, 315, 341
  • P. Vaciago, in: Les manuscrits des lexiques et glossaires, S. 135, 137
  • L. Voetz, in: Das Handwerk in vor- und frühgeschichtlicher Zeit, II, S. 6, 97
  • W. Wegstein, in: Studia Linguistica et Philologica, S. 288-294
  • C. Wich-Reif, Studien zur Textglossarüberlieferung, S. 262f., 282, 293, 320, 346
  • StSG. IV, S. 616-618, Nr. 560.
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/863 [Stand 26.09.2017].

Letzte Änderung: Christina Beer, 18.03.2016