BStK Online

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

BStK.-Nr. 821 (I)

Bibliothek Rom (Vatikanstadt), Biblioteca Apostolica Vaticana
Signatur

Reg. lat. 339 [Fragment 1, f. 1-6]

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 541

Digitalisat
  • 821 (I) Rom (Vatikanstadt), Biblioteca Apostolica Vaticana Reg. lat. 339 [Fragment 1, f. 1-6] (→ Codex)
Beschreibung

Fragment; Teil 1 (= f. 1-6) eines von M. Goldast zusammengestellten Bandes (Pergament; 70 Blätter; brauner Ledereinband mit Goldverzierung) mit Bruchstücken 6 verschiedener Handschriften des 9.-14. Jahrhunderts; Teil 1: f. 1-6; Teil 2: f. 7-38; Teil 3: f. 39-46; Teil 4: f. 47-54; Teil 5: f. 55-69; Teil 6: f. 70; je 1 zusätzliches Papierblatt vorne und hinten; 6 Blätter; 22,5 x 16,5/17,0 cm; Zählung von 1 bis 6 von moderner Hand jeweils in der rechten oberen Ecke der Rectoseite; darüber Zählung von 39 bis 44 von einer Hand des 16.-17. Jahrhunderts; zusätzliches Blatt hinten als Blatt 71 gezählt. - Einrichtung: Schriftspiegel 17,0 x 11,0 cm; einspaltig; 22 Zeilen; rote Initialen; Überschriften in roten Majuskeln. - Schrift: karolingische Minuskel von einer Hand aus dem Ende des 9. Jahrhunderts.

Geschichte

Codex, aus dem das Fragment stammt, der Schrift nach Ende des 9. Jahrhunderts in St. Gallen entstanden; aufgrund der älteren Foliierung ist ersichtlich, dass es für einen bestimmten Zeitraum mit dem Codex Rom (Vatikanstadt), Reg. lat. 348 (BStK.-Nr. 822) verbunden war; ein Besitzvermerk auf f. 1r weist auf die Bibliothek B. Schobingers (1566-1604); dieses sowie 5 weitere Fragmente, von denen 2 auch althochdeutsche Glossen enthalten (BStK.-Nr. 821 (II) und BStK.-Nr. 821 (III)), wurden im 16. Jahrhundert von dem Humanisten und Büchersammler Melchior Goldast (1576-1635) zusammengefügt; später war die Sammelhandschrift Bestandteil der Bibliothek Königin Christines von Schweden und wurde als solcher 1690 der Biblioteca Apostolica Vaticana übereignet.

Inhalte
Links
Literatur zur Handschrift: Stand des Katalogs 2005
  • L. Bethmann, AGÄDGK. 12 (1874), S. 275
  • BHM., Nr. 0 (add.)
  • Ch. Callmer, Königin Christina, ihre Bibliothekare und ihre Handschriften, S. 153
  • M.P. Cunningham, Aurelii Prudentii Clementis Carmina, S. XVIII
  • M.P. Cunningham, SE. 13 (1962), S. 13 und passim
  • B. Hertenstein, Joachim von Watt, S. 102, 151, 179
  • Th. Klein, Studien zur Wechselbeziehung zwischen altsächsischem und althochdeutschem Schreibwesen, S. 26, 49
  • Les manuscrits de la Reine de Suède au Vatican, S. 78, Nr. 1361
  • St. Stricker, in: 2VL. XI, Sp. 1273
  • A. Wilmart, Codices Reginenses Latini, II, S. 263f., Nr. 339
  • StSG. IV, S. 609f., Nr. 541.
Literatur zur Handschrift: Ergänzungen seit 2005
Zitierempfehlung (HTML/XML)

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/821 (I) [Stand 17.12.2018].

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Letzte Änderung: Laura Potratzki, 15.03.2017