BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 523

Bibliothek München, Bayerische Staatsbibliothek
Signatur

Clm 6300

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

nicht bei StSG. - BV. (1973)

Digitalisat
  • 523 München, Bayerische Staatsbibliothek Clm 6300 (→ Codex)
Beschreibung

Codex; Pergament; 158 Blätter sowie je 1 zusätzliches leeres Blatt vorne und hinten; 26,5 x 19,5 cm; dunkler karolingischer Ledereinband; ehemals 1 Schließe; vorgängige Signatur Cod. Fris. 100 auf einem Papierschild auf dem Einbandrücken. - Einrichtung: Schriftspiegel 21,0/22,5 x 14,5/15,5 cm; zweispaltig; 29-33 Zeilen; zwischen 3,5 und 4,4 cm hohe Schmuckinitialen jeweils zu Beginn der Bücher, mit Flechtband, Fischen, Flechtknoten und Kreuzen verziert; f. 12rb, 50vb, 102rb Incipits und Explicits in Unziale in schwarzer und roter Farbe, zum Teil rot gefüllt; f. 55r, 76v Buchstaben des Kolumnentitels mit grüner Farbe gefüllt; f. 80v auf dem Rand 9 cm lange Griffelzeichnung eines Tiers. - Schrift: vorkarolingische Minuskel von einer oberitalienischen Hand von vor 800.

Geschichte

Codex der Schrift nach vor 800 in Oberitalien entstanden und wahrscheinlich noch vor 800 nach Freising gelangt; ein Besitzvermerk des 12./13. Jahrhunderts auf f. 1r weist auf die Freisinger Dombibliothek; im Zuge der Säkularisation gelangte die Handschrift 1803 in die heutige Bayerische Staatsbibliothek in München.

Inhalte
Links
Literatur zur Handschrift
  • M. Adriaen, S. Gregorii Magni Moralia in Iob. Libri I-X, S. XXII
  • K. Bierbrauer, Die vorkarolingischen und karolingischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek, Textband, S. 139f.
  • B. Bischoff, Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts, II, S. 237, Nr. 3037
  • B. Bischoff, in: Il Libro e il Testo, S. 181
  • B. Bischoff, Mittelalterliche Studien, III, S. 31f.
  • B. Bischoff, Scriptorium 22 (1968), S. 310
  • B. Bischoff, Die südostdeutschen Schreibschulen und Bibliotheken in der Karolingerzeit, I, ; II, S. 142f.; S. 222
  • F. Brunhölzl, Die Freisinger Dombibliothek, S. 59f.
  • Catalogus Codicum Latinorum Bibliothecae Regiae Monacensis, I, 3, S. 88, Nr. 679
  • CLA. IX, S. 11, Nr. 1266
  • E. Glaser, AION. Ns. 2 (1992) [1994], S. 131 und passim
  • E. Glaser, Frühe Griffelglossierung aus Freising, S. 58, 80-95
  • K. Holter, in: Karl der Große, III, S. 93f.
  • Katalog der lateinischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Die Pergamenthandschriften aus dem Domkapitel Freising, I. Clm 6201-6316, S. 176f.
  • H. Löwe, RhVB. 15-16 (1950-1951), S. 100
  • E. Meineke, Abstraktbildungen im Althochdeutschen, S. 169
  • I. Schäfer, Buchherstellung im frühen Mittelalter, S. 280-282 und passim
  • E. Seebold, Chronologisches Wörterbuch des deutschen Wortschatzes. Der Wortschatz des 8. Jahrhunderts, S. 31
  • J. Vezin, in: Scire litteras, S. 401.
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/523 [Stand 24.09.2017].