BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 43

Bibliothek Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin – Preussischer Kulturbesitz
Signatur

Ms. Phillipps. 1831

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

nicht bei StSG. - BV. (1973)

Beschreibung

Codex; Pergament; 143 Blätter sowie 1 zusätzliches ungezähltes Papierblatt vorne; Blatt 1 stark beschädigt, unterer Teil abgerissen; von Blatt 106 nur noch oberes, 6-zeiliges Stück erhalten; daran Pergamentstück angenäht; 30,5/31,0 x 22,5/23,0 cm; von f. 15 nur noch die obere Hälfte erhalten; Zählung von 1 bis 143 von jüngerer Hand jeweils in der rechten oberen Ecke der Rectoseite; mit hellem Leder überzogene Holzdeckel. - Einrichtung: Schriftspiegel 25,7/26,5 x 18,0 cm; einspaltig; f. 60r-90v oben zweispaltig; 30-36 Zeilen; Initialen überwiegend in Hohlbuchstaben, zum Teil verziert, zum Teil mit gelber, grüner und roter Farbe; f. 16r Veroneser Initiale; Überschrift in rot ausgemalten Hohlbuchstaben; ansonsten Überschriften in roter Farbe; f. 75r Federzeichnung des Oberkörpers eines Vogelschützen in roter Farbe. - Schrift: oberitalienische Minuskel von mehreren Händen aus dem 1. Viertel des 9. Jahrhunderts.

Geschichte

Codex der Schrift nach im 1. Viertel des 9. Jahrhunderts in Verona entstanden; später gelangte er in die Benediktinerabtei St. Vincent in Metz, worauf auch annalistische Vermerke des 11. Jahrhunderts weisen; aufgrund einer Eintragung im Festkalender auf f. 136r könnte die Handschrift ein Geschenk des Deodericus an St. Vincent sein.

Inhalte
Links
Literatur zur Handschrift
  • Ch.H. Beeson, Isidor-Studien, S. 91f., 95, 100
  • B. Bischoff, Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts, I, S. 92, Nr. 437
  • B. Bischoff, in: Il Libro e il Testo, S. 174
  • B. Bischoff, Mittelalterliche Studien, III, S. 207
  • A. Borst, Das Buch der Naturgeschichte, S. 115 und passim
  • A. Borst, Die karolingische Kalenderreform, S. XIX, XXVII, 55 und passim
  • R. Corradini, in: Vom Nutzen des Schreibens, S. 121-123
  • M.C. Díaz y Díaz, Index Scriptorum Latinorum Medii Aevi Hispanorum, I, S. 40, Nr. 122
  • Ch.W. Jones, Bedae Pseudepigrapha, S. 31 und passim
  • Ch.W. Jones, Isis 27 (1937), S. 431, Nr. 2
  • J. Kirchner, Beschreibendes Verzeichnis der Miniaturen und des Initialschmuckes in den Phillipps-Handschriften, S. 9f.
  • M.L.W. Laistner - H.H. King, A Hand-List of Bede Manuscripts, S. 139, 145, 148
  • W.M. Lindsay, Notae Latinae, S. 447
  • W.M. Lindsay, PL. 2 (1923), S. 32
  • B. Munk Olsen, L'étude des auteurs classiques latins, I, S. 335
  • B. Munk Olsen, RHT. 30 (2000), S. 146
  • J. Petersohn, DA. 22 (1996), S. 589
  • J. Petersohn, Scriptorium 20 (1966), S. 242
  • V. Rose, Verzeichniss der lateinischen Handschriften der Königlichen Bibliothek zu Berlin, I, S. 280-287, Nr. 128
  • Signaturenliste der Handschriften, S. 8
  • K. Springsfeld, Alkuins Einfluß auf die Komputistik zur Zeit Karls des Großen, S. 96f. und passim
  • W.M. Stevens, Bede's Scientific Achievement, S. 40
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/43 [Stand 23.09.2017].

Letzte Änderung: Laura Potratzki, 06.06.2017