BStK Online

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

BStK.-Nr. 1063a

Glossierte Inhalte
  • 1063a, f. 1r-4v: Historia Apollonii (unvollständig)
  • Zahl und Art der Glossen

    Bildglossierung (f. 1v-4r): 13 großteils germanische Personennamen (in 18 Belegen) (f. ?), 3 mutmaßliche Schimpf- oder Spitznamen (f. ?) und 6 glossenartige Einträge (f. ?), die teilweise sowohl volkssprachige als auch lateinische Lesarten zulassen; bei den Einträgen handelt es sich um eine Sonderform der Glossierung, da sie sich nicht auf Text, sondern auf Illustrationen und deren Bildlegenden beziehen; dabei werden nicht die dargestellten Personen benannt, sondern die Dargestellten "mit zeitgenössischen altsächsischen Personennamen und derben Schimpfwörtern" (A. Nievergelt, Namen im textleeren Raum, 2018, S. 256) versehen; Einträge von verschiedenen, fast ausschließlich ungeübten Händen, die sowohl eine Datierung als auch die Einordnung der Schrift erschweren; A. Nievergelt spricht von „einer Reihe zur Hauptsache prägotischer Schriften“ (Additamenta ioculatorum, 2011, S. 102).

    Zeit

    Glossen zwischen dem späten 11. Jahrhundert und dem frühen 13. Jahrhundert vermutlich in zwei Schichten eingetragen.

    Ort

    Mutmaßlich Reichsabtei Werden an Ruhr.

    Sprachgeographische Einordnung

    As. oder mnd. (A. Nievergelt, 2011); as. (A. Nievergelt, 2018).

    Edition

    Andreas Nievergelt, Additamenta ioculatorum. Volkssprachige und lateinische Sekundäreintragungen in der Handschrift Budapest, OSZK Cod. Lat. 4, in: Appolonius Pictus. An Illustrated Late Antique Romance around 1000. Facsimile Edition of the Historia Apollonii Regis Tyri (National Széchényi Library, Budapest, Cod. Lat. 4), Budapest 2011, S. 106-117

    Literatur zu den Glossen
    Zitierempfehlung (HTML/XML)

    Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/1063a [Stand 12.11.2019].

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    Letzte Änderung: Michaela Pölzl, 06.11.2018