BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 1020

Bibliothek Zwettl, Stiftsbibliothek
Signatur

1

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

StSG. 660

Beschreibung

Codex; Pergament; 214 Blätter; 50,0 x 37,0 cm; mit braunem Leder überzogene dicke Holzdeckel; Leder durch blindgepreßte Ornamente reich verziert; 2 Schließen; Einband aus dem Jahre 1783, wie aus der auf den vorderen Einbanddeckel eingepreßten Zahl hervorgeht. - Einrichtung: Schriftspiegel 39,5 x 26,0 cm; vierspaltig; 60 Zeilen; zu Beginn der einzelnen Buchstabenreihen der beiden alphabetisch angelegten Salomonischen Glossare rankenverzierte Initialen in den Farben blau, grün und rot; zu Beginn des 1. Salomonischen Glossars (f. 12v) besonders große Initiale A in den Farben blau, grün und rot; in die Initiale Bilder eingezeichnet von Ennius, Socrates, Platon, Vergil, Lucan, Varro, Plautus, Isidor, Cicero, Gallienus, Terenz, Juvenal, Horaz, Hypocras, Orosius und Eucherius; zu Beginn des 2. Salomonischen Glossars (f. 179ra) große rankenverzierte Initiale A als Federzeichnung in roter Farbe; Ranken nicht ausgemalt; im 2. Glossar Initialen am Anfang der Buchstabenreihen N, P, R, T, Y nicht ausgeführt; Initialen Q und S weggeschnitten; Anfangsbuchstaben der Lemmata rubriziert; in der untersten Zeile häufig verstärkte Unterlängen; an verschiedenen Stellen Zeichnungen kleiner Tiere. - Schrift: Minuskel von einer sehr ordentlich schreibenden Hand aus dem letzten Drittel des 12. Jahrhunderts.

Geschichte

Codex der Schrift nach im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts entstanden; ein Besitzvermerk auf f. 1r weist auf die Zisterzienserabtei Zwettl.

Inhalte
Links
Abbildungen

Abbildung von f. 43r bei B. Meineke, Die Glossae Salomonis, 2009, S. 857

Literatur zur Handschrift: Stand des Katalogs 2005
  • A. Fingernagel - M. Roland, Mitteleuropäische Schulen, I, Textband, S. 92
  • E. Sch. Firchow - W. Winter, ABÄG. 25 (1986), S. 7, 18f.
  • D. Hüpper-Dröge, Schild und Speer, S. 434f.
  • B. Meineke, Althochdeutsches aus dem 15. Jahrhundert, S. 15 und passim
  • J. Rössl, in: Handschriftenbeschreibung in Österreich, S. 99
  • St. Rössler, in: Die Handschriften-Verzeichnisse der Cistercienser-Stifte, I, S. 301, Nr. 1
  • M. Roland, Buchschmuck in Lilienfelder Handschriften, S. 25
  • Ch. Ziegler, Zisterzienserstift Zwettl. Katalog der Handschriften des Mittelalters, I, S. 1-3
  • StSG. IV, S. 677, Nr. 660.
Literatur zur Handschrift: Ergänzungen seit 2005
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/1020 [Stand 23.11.2017].

Letzte Änderung: Laura Potratzki, 04.07.2017