BStK Online Ahd. und as. Glossen­handschriften­datenbank

BStK.-Nr. 58

Bibliothek Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin – Preussischer Kulturbesitz
Signatur

Ms. theol. lat. 4° 139

Beschreibungsgrundlage

Autopsie

Identifizierung als Glossenhandschrift

nicht bei StSG. - BV. (1973)

Beschreibung

Codex aus 2 Teilen; Teil 1: f. 1-128; Teil 2: f. 129-145; Pergament; 145 Blätter; 21,5 x 14,5 cm; Zählung von 1 bis 145 von jüngerer Hand jeweils in der rechten oberen Ecke der Rectoseite; rheinischer (?) Einband des 12./13. Jahrhunderts; Buchrücken restauriert; Vorderdeckel vergoldetes Silberblech über Eichenholz; an den Außenkanten des vorderen und hinteren Deckels Blattornamentik; mit Bergkristallen und Halbedelsteinen in Kastenfassungen besetzt; mittig eingelegt vergoldete Platte mit dem Heiligen Liudger; hinterer Deckel neuzeitliches Leder; an den Innenseiten der Deckel Reste von grüngelbem Leinen; 2 Schließen. - Einrichtung: Schriftspiegel 18,5/19,0 x 11,5/12,5 cm; einspaltig; f. 131v-145r zweispaltig; 27 Zeilen; Überschriften in Unziale und Minuskel in roter Farbe; Initialen rot gefüllt; f. 10r, 42v, 64r, 101r reich verzierte Flechtbandinitialen; f. 4v-8r 8 Kanontafeln; Bögen und Säulen mit roter und gelber Farbe gefüllt.- Schrift: Teil 1 deutsch-angelsächsische Minuskel von mehreren Händen aus dem 1. Drittel des 9. Jahrhunderts, Teil 2 aus dem 9./10. Jahrhundert.

Geschichte

Einzelne Teile des Codex der Schrift nach im niederdeutsch-angelsächsischen Gebiet - wahrscheinlich in Werden - entstanden, Teil 1 im 1. Drittel des 9. Jahrhunderts, Teil 2 im 9./10. Jahrhundert; auf Werden weist ein Reliquienverzeichnis des 10. Jahrhunderts auf f. 145r-v sowie eine im 15. Jahrhundert nachgetragene Festtagsliste auf f. 145v; im Zuge der Säkularisation gelangte die Handschrift 1803 in die ehemalige Paulinische Bibliothek Münster; 1823 ging sie in den Besitz der Königliche Bibliothek Berlin über.

Inhalte
Links
Literatur zur Handschrift
  • G. Baesecke, Der Vocabularius Sti. Galli, S. 20
  • B.C. Barker-Benfield, ASE. 20 (1991), S. 56
  • B. Bischoff, Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts, I, S. 100, Nr. 473
  • B. Bischoff, in: Paläographie 1981, S. 99
  • R. Drögereit, Werden und der Heliand, S. 28f.
  • V.H. Elbern, St. Liudger, S. 14, Nr. 28
  • A. Fingernagel, Die illuminierten lateinischen Handschriften deutscher Provenienz der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin, I, S. 104, Nr. 99
  • B. Fischer, in: Karl der Große, II, S. 197
  • P. Gehring - W. Gebhardt, Scriptorium 13 (1959), S. 127
  • J. Gerchow, in: Das Jahrtausend der Mönche, S. 56
  • R. Kahsnitz, Der Werdener Psalter in Berlin, S. 32, 34, 43
  • Karl der Große. Werk und Wirkung, S. 272f., Nr. 446
  • W.M. Lindsay, Notae Latinae, S. 447
  • W.M. Lindsay, PL. 1 (1922), S. 52f.
  • W.M. Lindsay, PL. 2 (1923), S. 32
  • MBK., Ergänzungsband I, 3, S. 90
  • B. Michael, in: Das Jahrtausend der Mönche, S. 364, Nr. 64
  • Mittelalterliche Buchmalerei, Nr. 22
  • N. Netzer, Cultural Interplay in the Eighth Century, S. 16, 215
  • V. Rose, Verzeichniss der lateinischen Handschriften der Königlichen Bibliothek zu Berlin, I, S. 32-34
  • W. Stüwer, Die Reichsabtei Werden an der Ruhr, S. 64f., Nr. 18
  • H. Tiefenbach, in: Das Jahrtausend der Mönche, S. 214
  • H. Tiefenbach, in: Mittelalterliche volkssprachige Glossen, S. 336
  • E. Vavra, in: Die Suche nach dem verlorenen Paradies, S. 542
  • Werdendes Abendland an Rhein und Ruhr, S. 191f., Nr. 329a
  • Zimelien, S. 274, Nr. 182
Zitierempfehlung

Bei der Übernahme von Informationen zur vorliegenden Handschrift aus der Datenbank empfehlen wir folgende Zitation: BStK Online: https://glossen.germ-ling.uni-bamberg.de/bstk/58 [Stand 23.09.2017].