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<manuscript id="13432" created="2014-07-04 22:35:49 +0200" updated="2018-08-28 12:33:25 +0200" is_recent_discovery="true" api_version="0.5">
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710ag  </bstk>
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1772  </library_id>
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Clm 12632  </shelfmark>
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Nachtrag zum Katalog: Neufund von A. Nievergelt (2009).  </identification>
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Codex; Pergament; 108 Blätter; 24,0 x 14,5/15,2 cm; Zählung von 1-106, f. 95 zweimal gezählt; heller schmuckloser Ledereinband. - Einrichtung: Schriftspiegel 18,0 x 10,0 cm; 20 Zeilen; Monumentalcapitalis in rot und schwarz auf f. 1r und f. 106v; Hauptüberschriften in sorgfältiger, roter Unziale; Kapitelüberschriften in roter Rustica oder Minuskel; Initialen in rot und gelb auf f. 1v, 2v, 3r, 50v, 51r mit Flechtwerk, Stufenband, Fischmotiv oder Pflanzenmotiven verziert. - Schrift: karolingische Minuskel mit insularem Einfluss von einer Haupthand, die von zwei Händen unterbrochen wird; auf f. 106v Nennung des Hauptschreibers durch den Namen Cornicula; neumierte liturgische Einträge aus dem 11. Jahrhundert und Federproben auf f. 1v und f. 106v.  </description>
  <history>
Codex der Schrift nach zwischen 810 und 820, vermutlich aber noch vor 819 im oberösterreichisch-salzburgischen Raum, vielleicht auch in der Benediktinerabtei Mondsee selbst entstanden (vgl. S. Krämer, Die Bibliothek von Ranshofen, 1986, S. 57); als Entstehungsort kommt auch Mattsee in Betracht (vgl. K. Forstner, Neue Funde und Erkenntnisse zum karolingischen Schriftwesen, 1998, S. 264-266); es gilt als wahrscheinlich, dass der Codex von Adalram vor seinem Amtsantritt als Salzburger Erzbischof in Auftrag gegeben worden war, worauf eine Passage auf f. 106v hindeutet; hinter dem Schreibernamen Cornicula vermutet K. Forstner (vgl. S. 266) Liupram, den späteren Erzbischof von Salzburg und Nachfolger Adalrams; eine Notiz auf f. 2r aus dem 11. Jahrhundert weist auf eine Aufbewahrung in St. Florian, danach gelangte die Handschrift zu einem unbekannten Zeitpunkt in das  Augustiner-Chorherrenstift Ranshofen.  </history>
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Abbildung von Initialen auf f. 1r, 2v, 3r bei K. Holter, Der Codex Millenarius im Rahmen der Mondseer und Salzburger Buchmalerei, 1959, S. 129

Abbildung von f. 106v bei S. Krämer, Die Bibliothek von Ranshofen im frühen und hohen Mittelalter, 1986, S. 56
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